Eschweiler - Vereinsheim der Nothberger Fußballer in desolatem Zustand

Vereinsheim der Nothberger Fußballer in desolatem Zustand

Von: Andreas Röchter
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Baufällig: In der Dusche des SVN-Vereinsheims lösen sich unter anderem die Kacheln, wie der Vorsitzende Heinz Hahn und einige Nachwuchskicker monieren. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Ein schmuckloser Containerbau, Duschen, in denen sich die Kacheln lösen, freiliegende Stromleitungen und fehlende räumliche Möglichkeiten, um das Vereinsleben zu pflegen: Das 1973 erbaute und seitdem nicht mehr renovierte Vereinsheim des SV Nothberg auf dem Sportplatz an der Knippmühle ist in keinem guten Zustand. Dabei geht es im Verein eigentlich aufwärts.

Schickte der SVN vor wenigen Jahren lediglich eine Seniorenmannschaft in den Punktspielbetrieb, sind zurzeit neben inzwischen zwei Seniorenteams und den Alten Herren auch wieder fünf Jugendmannschaften mit 62 Kindern aktiv.

„Bereits Ende der 90er Jahre wurde im Stadtrat eine Prioritätenliste erstellt, in der der SV Nothberg in Sachen Heimneubau hinter dem SV St. Jöris und Preußen Hastenrath an dritter Stelle stand. Sowohl in St. Jöris als auch in Hastenrath sind die Arbeiten abgeschlossen. Doch was den Bau in Nothberg angeht, herrscht Funkstille”, erklärt der SVN-Vorsitzende Heinz Hahn.

Den Vereinsverantwortlichen ist bewusst, dass sie in Zeiten sehr knapper Kassen Abstriche machen müssen. „Wir sind keine Fantasten. Uns ist bewusst, dass der Bau eines neuen Vereinsheims für den SV Nothberg Zeit braucht. Ebenfalls ist klar, dass die Kosten für unser Heim geringer sein müssten als die Kosten in St. Jöris und Hastenrath. Was wir fordern, ist, dass wir endlich erfahren, wie es konkret weitergeht. Im jetzigen Zustand kann nämlich von Chancengleichheit keine Rede sein”, betont Heinz Hahn.

Vereinseigene Pläne, die auch beträchtliche Eigenleistungen vorsähen, seien bereits sowohl dem Bürgermeister als auch den Stadtratsfraktionen vorgelegt worden. „Im März haben wir, zugegebenermaßen kurzfristig, zu einem Ortstermin eingeladen, der von einigen Kommunalpolitikern auch wahrgenommen wurde”, berichtet der Vorsitzende. Konkrete Reaktionen seien jedoch bisher ausgeblieben. Immerhin sei das Thema während der letzten Sitzung des Sportausschusses unter dem Tagesordnungspunkt „Verschiedenes” kurz behandelt worden. „Jetzt soll ein Arbeitskreis gegründet werden. Die Frage ist, ob es sich dabei um eine Hinhaltetaktik handelt”, so Arthur Knappe, Trainer der ersten Seniorenmannschaft des SV Nothberg. „Mit unserem Aschenplatz können wir ganz gut leben. Aber man schämt sich, den gegnerischen Mannschaften unsere Umkleidekabinen und Duschen zuzumuten”, macht auch Obmann Peter Johnen seine Unzufriedenheit deutlich.

„Wir haben natürlich Verständnis, dass sich in Zeiten, in denen der SV Nothberg nur über eine Seniorenmannschaft verfügte und keine Jugendabteilung unterhielt, nichts getan hat. Doch seit 2005 hat sich in dieser Hinsicht einiges verändert”, weist Heinz Hahn auf positive Entwicklungen hin. Momentan stellt der Verein eine Bambini-, eine F-Jugend-, zwei E-Junioren- und eine C-Jugendmannschaft. In der kommenden Saison wird eine B-Jugend hinzukommen. An der Zusammenstellung eines A-Jugendteams werde gearbeitet. „Diese Entwicklung ist gefährdet, wenn sich die Rahmenbedingungen nicht in einem absehbaren Zeitraum verbessern.”
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