Eschweiler - Ventilatoren: Wer vorgesorgt hat, darf sich jetzt freuen

Ventilatoren: Wer vorgesorgt hat, darf sich jetzt freuen

Von: Andreas Gabbert und Anja Klingbeil
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Immer eine willkommene Erfrischung: Mineralwasser ist noch keine Mangelware. Die Händler haben sich gut eingedeckt. Foto: imago/Star-Media/Paul von Stroheim

Eschweiler. Mal eben schnell einen Ventilator kaufen? Dieses kleine, aber feine Gerät, das mit Hilfe wirbelnder Luft überhitzte Gemüter wenigstens ein bisschen abkühlt. Das könnte in diesen Tagen mitunter schwierig sein.

Die Lüfter mit den rotierenden Blättern sind derzeit ausverkauft, vermeldet unter anderem der Eschweiler OBI-Markt. Wohl dem, der sich vorsorglich so eine Maschine gesichert hat. Denn die Lieferanten kommen der gestiegenen Nachfrage kaum mehr hinterher. Ähnlich sieht das bei Klimaanlagen und Pools für den Garten aus.

Nicht nur aufblasbare Gummibecken, sondern auch größere Konstruktionen sind ausverkauft, bestätigt die OBI-Pressestelle in Wermelskirchen. Wer also planschen will oder zumindest die Füße im kalten Wasser abkühlen will, der muss wohl auf den guten alten Eimer zurückgreifen oder einfach den Wäschekorb umfunktionieren.

Genügend Abkühlung für den Körper gibt es allerdings weiterhin im Getränkehandel. „Das hält sich alles noch im Rahmen”, sagt Getränkehändler Andreas Schenk. Er hat früh genug reagiert und palettenweise Wasser gebunkert. Lieferschwierigkeiten gebe es bislang kaum, lediglich ein großer Brunnen in Gerolstein habe Probleme, Wasser in PET-Flaschen zu liefern. In Glasflaschen sei allerdings weiterhin alles zu bekommen.

Knapp würden aber allerdings das Weizen- und das alkoholfreie Bier einer bekannten Brauerei aus Bayern, sagt Schenk. Hamsterkäufe wie vor zwei Jahren hat Schenk in seinem Geschäft aber nicht beobachtet. Damals konnte nur derjenige Wasser kaufen, der auch Leergut zurückbrachte. Aufgrund der Hamsterkäufe fehlten den Abfüllern die Flaschen. „Wir mussten den Druck weitergeben, sonst hätten wir bei den Großhändlern selber nichts mehr bekommen”, erklärt Schenk. Heute könne davon keine Rede sein - im Gegenteil. Aufgrund des Beginns der Schulferien sei sogar ein Rückgang der Verkaufszahlen zu beobachten.

Schlepperei gefüllt

„Wir fahren quasi unser normales Programm”, sagt Schenk. Sollte es bei der Rückkehr der Urlauber aber immer noch so heiß sein, könnte sich die Lage ändern.

Den Bewohner des Pflegeheims Senotel kann das ziemlich egal. Dort ist niemand auf die Lieferungen der Abfüller angewiesen. Vor fünf Jahren hat sich das Pflegeheim für ein Gerät entschieden, mit dem das herkömmliche Leitungswasser aufbereitet wird. „Dadurch sparen wir uns die Schlepperei der Wasserkästen und außerdem ist unser Wasser so immer frisch und gut gekühlt”, erklärt Pflegedienstleiter Klaus Tiede. Alternativ werden Tee und Fruchsäfte gereicht. Gerade jetzt sei es wichtig, die Senioren immer wieder zum Trinken zu animieren, da die Gefahr zu dehydrieren, bei ihnen besonders groß ist. „Das fällt mit kühlem Wasser viel leichter, als wenn die Flasche bei 30 Grad schon ein paar Stunden rumgestanden hat”, sagt Tiede. Einmal stündlich gehen die Pflegekräfte von Zimmer zu Zimmer, um zu sehen, ob die Bewohner ihre Becher ausgetrunken haben.

Doch nicht nur Senioren sollten darauf achten, genug zu Trinken - die Empfehlung gilt für wirklich jeden - Ärzte empfehlen mindestens zwei Liter pro Tag.
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