UWG: Der Verein, der partout keine Partei sein will

Von: fe
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Eschweiler. „Was ist eigentlich der Unterschied zwischen einer UWG und den Freien Wählern? Eigentlich nur der Name” steht auf der Internetseite der Eschweiler unabhängigen Wählergemeinschaft UWG. In einer Versammlung der Freien Wähler am Dienstagabend im Röthgener Burghof mit ihrem Landtagskandidaten Johannes Hubertus Franke (genannt Hubert vom Venn) wurde deutlich, dass manche UWG-Mitglieder aber doch Unterschiede sehen.

Der Wichtigste: Die UWG ist ein eingetragener Verein, die „Freien Wähler” sind eine Partei. Das geht auch nicht anders, denn um Zweitstimmen dürfen sich bei einer Landtagswahl wie jetzt am Sonntag nur Parteien bewerben.

In einer Partei zu sein läuft aber vielen „Unabhängigen” zuwider. Viele örtliche Wählergemeinschaften haben sich ja gebildet, weil Menschen, die sich für „ihren” Ort engagieren wollten, von Parteipolitik enttäuscht waren. „In dem Moment, wo wir Partei werden, bin ich weg - habe ich früher gesagt”, versicherte Versammlungsleiter Walter Rauchenberger am Dientag. „Doch die Kröte musste ich schlucken!” Heute ist er Vorsitzender des Regionalverbandes der UWGs und kämpft um Wählerstimmen für die „Freien Wähler”.

Die örtlichen UWGs seien in der Vergangenheit stark geworden, weil sie vor allem ihren Kirchturm im Blick hatten, so Rauchenberger. Aber nun sei es an der Zeit, zu lernen, über den Kirchturm hinaus zu denken. Die anwesenden UWG-Mitglieder sahen das genau so, allerdings waren nur wenige erschienen. Keines der drei UWG-Ratsmitglieder nahm an der Versammlung teil.

Die Debatte „UWG als/und/oder Freie Wähler” bestimmte über weite Strecken die Versammlung, bis schließlich Landtagskandidat Hubert vom Venn eingriff und dazu riet, solche Themen doch bitte nach der Landtagswahl zu diskutieren. Bis dahin sei es notwendig, die politischen Ziele der Freien Wähler in der Bevölkerung deutlich zu machen.

Das wollen die UWG-Mitglieder, Walter Rauchenberger voran, dann auch fleißig tun. Vor allem auf die Abhängigkeit der Städte und Gemeinden von der Landes-, Bundes- und Europapolitik und die Belastung der Kommunen will man hinweisen - sogar mit Telefonaktionen.
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