Eschweiler - Unter der Indebrücke muss keiner schlafen

Unter der Indebrücke muss keiner schlafen

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Ein Obdachloser auf der Parkbank: Szenarien wie auf diesem Foto aus Berlin sind in Eschweiler höchst selten. Meist kommen schnell Hinweise von Bürgern. Foto: imago/Sven Lambert

Eschweiler. „Tatsächliche Obdachlosigkeit, wie wir sie aus Großstädten kennen, haben wir in Eschweiler glücklicherweise so gut wie gar nicht”, sagt Jürgen Rombach. Der Leiter der Abteilung für Integrationsangelegenheiten ist froh über diesen Umstand.

13 Menschen, so meldete am Montag die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe in Bielefeld, seien in Deutschland bisher in diesem kalten Winter erfroren. Erschreckende Zahlen, hinter denen sich teils tragische Schicksale verbergen.

104 Personen sind aktuell mit einer Ordnungsverfügung der Stadt in Notunterkünften untergebracht. Der Verwaltungsangestellte spricht nicht gerne darüber, wo jene Menschen untergebracht sind, die zum Beispiel durch eine Räumungsklage drohten, auf der Straße zu landen.

Es ist ein sensibles Thema. Die harten Winterwochen in jüngster Vergangenheit hätten bisher an der Inde aber keine drastischen Auswirkungen gezeigt.

Das bestätigt auch Dieter Cremer. Der Vorsitzende des Katholischen Verbandes für soziale Dienste/Sozialdienst katholischer Männer (SkM) hat trotzdem mehrmals in der Woche durchreisende Obdachlose und Bedürftige im SkM-Büro an der Dürener Straße zu Besuch. Diese bekommen dann meist einen Wertgutschein, um für einige Euro bei einem Lebensmitteldiscounter einkaufen zu können.

Schlafen unter der Indebrücke? „Das gibt es definitiv nicht”, ist Jürgen Rombach überzeugt. Bis heute existiert auch kein städtischer Tagestreff für Obdachlose. „Es gibt keine Bedarfslage. Zum Glück”, tun Rombach und seine Kollegen alles dafür, dass dies auch so bleibt.
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