Eschweiler - Union will mit einer neuen Struktur punkten

Union will mit einer neuen Struktur punkten

Von: Andreas Röchter
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Warb während der Mitgliederve
Warb während der Mitgliederversammlung noch einmal erfolgreich für die Strukturreform: Willi Bündgens, Vorsitzender des CDU-Stadtverbandes. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Die Strukturreform der Eschweiler CDU nimmt Konturen an. Am Donnerstagabend votierten bei der Mitgliederversammlung des Stadtverbandes in der Gaststätte Burghof 63 von 74 Stimmberechtigten für die Veränderung, die vorsieht, aus bisher fünf Ortsverbänden sieben zu machen.

Fünf Christdemokraten stimmten gegen die Pläne, sechs enthielten sich. Somit ergeht nun ein Empfehlungsbeschluss an den Kreisvorstand der CDU Aachen-Land, der die Entscheidung fällt.

Eineinhalb Jahre lang beschäftigte sich eine Findungskommission, der der Geschäftsführende Vorstand des Stadtverbandes sowie die Vorsitzenden der Ortsverbände angehörten, mit der Strukturreform. Sie sieht folgendes vor: Die Ortsverbände Dürwiß, Lohn und Weisweiler bleiben unverändert, der Ortsverband Kinzweiler, zu dem auch Hehlrath und St. Jöris gehören, wird um Röhe (bisher Ortsverband Eschweiler) erweitert. Aus dem Ortsverband Eschweiler gehen im kommenden Jahr die Ortsverbände Eschweiler-West (Röthgen, Pumpe-Stich und Aue), Eschweiler-Süd (Hastenrath, Nothberg, Bergrath, Bohl, Volkenrath) und Eschweiler-Mitte (Stadtmitte) hervor.

„Während unserer Treffen haben wir insgesamt 17 Ideen auf Herz und Nieren geprüft, uns die Mitgliederstrukturen, die Wahlergebnisse der Vergangenheit sowie die Größe der Wahlbezirke angeschaut und ein Gefühl entwickelt, wie schwierig es ist, effektive Ortsverbände zu kreieren”, blickte mit Thomas Graff der Vorsitzende der Findungskommission auf die jüngere Vergangenheit zurück.

„Unser Ziel ist es, die Eschweiler CDU durch die Strukturreform bürgernäher und damit auch schlagkräftiger zu machen”, begründete der Stadtverbandsvorsitzende Willi Bündgens die Pläne. Die anschließende Diskussion brachte viel Zustimmung in Sachen Strukturreform, aber auch Widerspruch: „Ein solch kleinkariertes Denken ist der CDU in Aachen zum Verhängnis geworden. Den Kernbereich Eschweiler aufzuteilen, kann zwar einerseits dazu führen, dass die Arbeit auf mehr Schultern verteilt und der jeweilige Ortsverband schlagkräftiger wird, andererseits aber auch kontraproduktiv wirken, da es zu Kämpfen untereinander führen kann”, gab Franz-Josef Koch, Mitglied des Ortsverbandes Dürwiß und langjähriges Mitglied der CDU in Aachen, zu bedenken.

Franz Wings beurteilte den Vorschlag anders: „Eschweiler ist nicht mit Aachen zu vergleichen. Die Findungskommission hat zahlreiche Fakten zusammengetragen und sich viele Gedanken gemacht. Ein gewisses Risiko ist immer vorhanden. Wir sollten dieses eingehen”, warb er für Zustimmung.

In die gleiche Kerbe schlug Hans Ferfer: „40 Jahre kommunalpolitische Erfahrung haben mich gelehrt, dass in kleineren Einheiten mehr zu erreichen ist. Zumal immer bedacht werden muss, dass wir alle keine Berufspolitiker sind.” Werner Wolff unterstrich, dass es um die handelnden Personen gehen müsse. „Diese müssen das Ohr am Volk haben. Dies war aber in dem riesigen Ortsverband Eschweiler nicht möglich.”

Bernd Schmitz, Fraktionsvorsitzender der CDU, im Stadtrat betonte, dass es nie mehr eine Kommunalwahl ohne gewonnenes Direktmandat geben dürfe. „Und Kommunalwahlen werden nun einmal in den Wahlbezirken gewonnen”, argumentierte er ebenfalls für die Strukturreform. Heiner van Erckelens wies auf das Problem hin, Personen zu finden, die bereit sind, Wahlkreise zu übernehmen. Diesen Einwand nahm Franz-Josef Koch auf: „Ich bin nicht grundsätzlich gegen eine Reform, möchte aber keine Reform um der Reform Willen. Aus einem Ortsverband drei zu machen, bedeutet nämlich nicht, dass auch dreimal so viele Personen mitarbeiten. Wer dies glaubt, unterliegt einem Trugschluss.”

Abschließend meldete sich Franz-Josef Dittrich zu Wort: „Die CDU Eschweiler beschäftigt sich seit eineinhalb Jahren mit dieser Strukturreform. Ich bitte nun darum, die Vergangenheit ruhen zu lassen, sich der Frage zu widmen, wie es weitergehen soll und dem Vorschlag zuzustimmen, denn er bringt uns weiter.” Eine Aufforderung, der die meisten Christdemokraten folgten.

Vor der Diskussion zur Strukturreform hatte Willi Bündgens in seinem Bericht eine kurze Bilanz der vergangenen Monate gezogen: „Es gibt für uns noch einiges zu tun, aber ich bin zuversichtlich, dass nun alle innerhalb der CDU Eschweiler an einem Strang ziehen.” Die indestädtischen Christdemokraten seien wieder überall in Eschweiler präsent und könnten auch Ergebnisse vorweisen. „So geht die Gründung des Stadtsportverbandes auf unsere Rechnung”, so der Vorsitzende.
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