„Uneinsichtige Eltern” sorgen für Chaos vor den Schulen

Von: ran
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Eschweiler. Die Verkehrssituation vor einigen Schulen der Indestadt ist problematisch. In einem Antrag schlägt die CDU-Stadtratsfraktion nun vor, sich mit dem Projekt „Verkehrszähmer”, das in Baesweiler erfolgreich angewendet wird, eingehender zu beschäftigen.

Das Programm verfolgt das Ziel, Grundschulkinder verstärkt dazu zu bringen, ihren Schulweg gemeinsam mit anderen Kindern zu Fuß zurückzulegen. Das Thema wird im Unterricht behandelt, zusätzlich werden Belohnungssysteme eingeführt, die bei regelmäßigem Zurücklegen des Schulweges zu Fuß greifen.

Da inzwischen auch das Schulamt des Kreises Aachen auf das Projekt aufmerksam geworden ist, haben die Schulräte Kerstin Funken und Christoph Esser alle Mobilitätsbeauftragten der Grundschulen im Kreis Aachen zu einer Informationsveranstaltung, die am 31. März in Herzogenrath-Kohlscheid stattfinden wird, eingeladen.

Auch die in Eschweiler eingesetzten Verkehrssicherheitsbeamten der Polizei werden an dieser Veranstaltung teilnehmen.

Dass alles, was zur Verkehrsberuhigung vor Schulen beitrage, richtig sei, darüber waren sich die Mitglieder des Schulausschusses während ihrer jüngsten Sitzung einig.

Allerdings fiel das Echo auf das Programm „Verkehrszähmer” geteilt aus. Barbara Olbrich (UWG) merkte an, dass das Belohnungssystem zu weiterer Bürokratie für die Lehrer führe. Hauptproblem sei die Uneinsichtigkeit einiger Eltern, die nicht davon abließen, ihre Kinder mit dem Auto bis zum Schuleingang zu bringen.

Angelika Zimmermann erklärte, an den Eschweiler Grundschulen würde viel für die Verkehrssicherheit getan. Schade sei dagegen, dass die Landesregierung die Schulstunden zur Verkehrserziehung zurückschraube. Dem widersprach Manfred Groß (CDU) heftig: „Dafür ist nicht die Landesregierung, sondern das Schulamt zuständig. Und dies ist bekanntlich überparteilich.”

Darüber hinaus betonte der stellvertretende Bürgermeister, dass das Baesweiler Projekt nur ein Beispiel sei. „Wir möchten darauf aufmerksam machen, dass etwas geschehen muss.”

Dies bestätigt auch die Statistik: „Die Polizei hat bekanntgegeben, dass die Zahlen der Unfälle sowohl direkt vor den Schulen als auch auf dem Schulweg im vergangenen Jahr im Kreis gestiegen sind”, so Petra Seeger vom Amt für Schulen, Sport und Kultur.
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