Eschweiler - Und zum Abistreich wird doch gehüpft!

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Und zum Abistreich wird doch gehüpft!

Von: Patrick Nowicki
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Jubel am Städtischen Gymnasiu
Jubel am Städtischen Gymnasium: Gestern feierte die Abiturientia ihren Abistreich - mit Hüpfburg. Foto: Patrick Nowicki

Eschweiler. Tagelang stand sie im Mittelpunkt des bundesweiten Medieninteresses, Freitagmorgen war sie eine Attraktion unter vielen: die Hüpfburg beim Abistreich am Städtischen Gymnasium.

Es standen sogar zwar Exemplare auf dem Schulhof des Nebengebäudes - beide kostenlos und gesponsert. Die beleidigenden Mails einer Elsdorfer Verleihfirma waren am Freitag vergessen.

Das Abi ist in der Tasche, die Prüfungen sind geschrieben - Party war angesagt. Und dies nicht nur für die Abiturientia des Jahres 2012, sondern gleich für alle Schüler am „Städti”. Sie wurden pünktlich um 9 Uhr Freitagmorgen erlöst und aus den Klassen geholt. Dann ging die Post ab - und die Spiele starteten.

Schlag den Abiturienten war angesagt. Als Gegner mussten Lehrer herhalten. Rainer Wilke musste sich drei Schokoküsse in den Mund stopfen und diese im Eiltempo schlucken, und zwar schneller als Schüler Martin Graff. Ein Wettrennen auf rohen Eiern - die waren nämlich unter der Ferse geklebt - absolvierten Lehrer Patrick Becker und Schülerin Angelina Bings.

Zu guter Letzt ging es ans Eingemachte beim Tauziehen: Abiturientia gegen Kollegium. Das Ergebnis war eindeutig, die Lehrer landeten auf dem Hosenboden. An dieser Stelle muss jedoch bemerkt werden, dass die meisten Pädagogen den Wettstreit mieden, so dass die Pennäler in deutlicher Überzahl waren. Moderator Pascal Engels ließ Gnade vor Recht ergehen und sprach von Unentschieden, was die Lehrer an diesem Morgen dankend und lobend zur Kenntnis nahmen.

War es früher noch üblich, dass der Unterrichtstag während des Abi­streiches komplett ausfiel, hielt das Schulfrei an der Gartenstraße nur zweieinhalb Stunden. Dann musste die Musik leiser gedreht und das Spektakel auf dem Schulhof abgebaut werden. Kein Wunder also, dass die jüngeren Schüler sich für den Endspurt stärkten: Die 13. Jahrgangsstufe bot Zuckerwatte, Kuchen und Grillwurst - alles vorbildlich abgestimmt mit der Schulleitung. So ändern sich die Zeiten.

Die letzte Pflichterfüllung am Städtischen Gymnasium steht für die Abiturientia in wenigen Tagen auf dem Stundenplan: Dann nehmen die 101 Schüler ihr Abiturzeugnis in Empfang. Man konnte nicht den Eindruck gewinnen, dass 70 Prozent von ihnen der Gang in Hartz IV blüht, wie die Verleihfirma meinte...
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