Eschweiler - „Twelve Strings”: Einladungen in die Welt der Gitarre

CHIO-Header

„Twelve Strings”: Einladungen in die Welt der Gitarre

Von: sh
Letzte Aktualisierung:
twelve2_
Das Verträumte wohnt ihrer Musik inne: Matthias Wiesenhütter und Thomas Glatzer alias „Twelve Strings” gastierten am Samstagabend im Talbahnhof. Foto: Stefan Herrmann

Eschweiler. Der feine Humor ist ebenso ihr Ding wie der virtuose Umgang mit dem Saiteninstrument. „Wir machen Gitarrenmusik, das haben sie sich sicherlich schon gedacht”, begrüßte Matthias Wiesenhütter die knapp 30 Zuhörer im Talbahnhof mit einem verschmitzten Lächeln.

Er und sein Spielpartner Thomas Glatzer sind „Twelve Strings”. Und was diese beiden Herren aus zwölf Gitarrensaiten alles herauszaubern können, hat es wahrlich in sich. Es war nicht der erste Besuch des Gitarren-Duos in Eschweiler. Aus Berlin-Köpenick kommend, haben sich Glatzer und Wiesenütter mittlerweile als Musiker ersten Ranges deutschlandweit einen Namen gemacht. An der Inde zeigten sie am Samstagabend die breite Palette ihres Könnens.

„Twelve Strings” heißen sie, „Twelve Strings” heißt auch eines ihrer Stücke. Beschwingt und verträumt zugleich läuten die Beiden so den Abend ein. Mit „Sound of Fall” holen sie den Klang des Herbstes in die Hallen des Kulturzentrums. Ihre Musik entwickelt sich dabei vom Nieselregen zum Sturm: Zunächst fein und zart, wird der Rhythmus härter, schneller und der Ton rauer. An ihren Akkustikgitarren leben „Twelve Strings” auf. Jeder Ton ist perfekt gesetzt, das Zusammenspiel zeugt von ihrer Klasse.

Mit „Night in Zihuatanejo” entführen sie die Zuhörer nach Mittelamerika: Pazifikküste, Palmen, weißer Strand, ein Fischerdorf - der Puls Mexikos schlägt in den Saitensprüngen der Berliner Musiker weiter. „Hot Dance”, „Tango”, „Bolero” zeigen die Vielfalt ihrer Kompositionen. Nie aufdringlich, immer einzigartig kommen die Stücke von „Twelve Strings” wie freundlich ausgesprochene Einladungen daher, der die Konzertbesucher bereitwillig folgen. Vom spanischen „Andalusia” zum ruhigen „Tonight”, vom grandiosen zweiten Teil des „Sounds of Fall” bis hin zum für die Bühne aufgepeppten Schlaflied „Lullaby” - abwechslungsreich präsentieren sich Thomas Glatzer und Matthias Wiesenhütter in Eschweiler.

In die Reihe „Saitensprünge” passten sie wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge. Ohne Gesang, einfach und puristisch liegt der Fokus auf der Gitarre und deren Klang. Ihrer Musik wohnt dabei stets das Verträumte inne, gleichzeitig ist sie kraftvoll und dynamisch. Eine wahre Perle der Gitarrenmusik!
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert