Fluch der Karibik Freisteller Kino Jack Sparrow

Tunnellösungen und Kinofilme im Garten

Von: Patrick Nowicki
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Das Rathaus, City-Center und Indestraße sorgen auch im jetzt begonnenen Jahr für viel Gesprächsstoff. Foto: Günther Paulsen

Eschweiler. Was bringt das Jahr 2011 an der Inde? Die Zukunft der Stadtfinanzen und des Blausteinsees ist ungewisser denn je. Und wie wirkt sich die Geldnot der öffentlichen Hand auf die Vereine und das Sportleben aus? Fragen über Fragen. Eines steht fest - das Jahr wird spannend, wie auch der nicht ganz ernst gemeinte Ausblick auf 2011 verrät.

Erneute und völlig unerwartete Schneefälle im Januar veranlassen Bürgermeister Rudi Bertram dazu, einen Notfallplan zu entwickeln. Jetzt sollen auch die Schützenvereine, Spielleute und Karnevalsgesellschaften den Schnee von den Eschweiler Straßen schippen, schließlich „nutzen sie die Straßen auch für ihre Umzüge”, lautet die Begründung. Nach kurzem Protest willigen alle Indestädter ein.

Kämmerer Manfred Knollmann legt im Februar den Stadtetat vor - es fehlen acht Millionen Euro. Vor Steuern, schließlich kann immer noch eine Geldspritze nach einer Betriebsprüfung folgen. Die Stadt beschließt darum, auch die Kleinstbetriebe genauer zu untersuchen und stellt dafür 20 Steuerprüfer ein. Der Vorschlag der Grünen, eine kommunale Ökosteuer für jede Baustelle zu veranschlagen, wird abgelehnt.

Im März erklärt die Eschweiler CDU ihren internen Streit offiziell für beendet. Der Stadtverbandsvorsitzende Willi Bündgens ernennt den Ratsherrn Wolfram Stolz zum Ehrenmitglied. Stolz freut sich jedoch kaum, weil er schon Wochen vorher bei der Städteregion von der Auszeichnung erfahren hat.

Das Seeresort wird nun doch gebaut. Alle Eschweiler erklären sich im April gemeinsam dazu bereit, die knapp über 50 Millionen Euro teure Anlage zu finanzieren. Da nicht jeder Indestädter das nötige Geld in seinem Sparstrumpf hat, wird die Pro-Kopf-Verschuldung einfach um 1000 Euro angehoben.

Die Anwohner von Dreieck- und Franz-Liszt-Straße einigen sich im Mai mit der Stadt Eschweiler über die Zukunft des Werbe-Pylons. Er bleibt wie bisher stehen, zeigt jedoch ab 20 Uhr aktuelle Kinofilme, die die Bewohner von ihrem Garten aus schauen können.

Pünktlich zum Ende der Saison kommt Bewegung in die Fußballlandschaft: Die Sportfreunde Hehlrath und Germania Dürwiß bauen gemeinsam einen Kunstrasenplatz an der K10 in der Nähe des Blausteinsees. Dort sollte ursprünglich ein Golfplatz entstehen. Im Juli ist Spatenstich.

Die Rolling Stones wollen ihre Karriere beim Eschweiler Music Festival auf dem Marktplatz beenden, sagen aber kurzfristig ab. Als Ersatz gelingt es Kulturmanager Max Krieger, die Bläck Fööss zu ihrem 40-jährigen Bestehen zu verpflichten. Im Vorprogramm spielt eine gewisse Band namens Genesis.

Aufregung am City-Center: Eine private Investorengruppe kauft die Hertie-Immobilie und funktioniert sie zur Stadthalle um. Sie verspricht sich vor allem durch das Parkhaus hohe Einnahmen, denn: „Wer feiert, lässt den Wagen meistens stehen.”

Die Planer des Resorts am Blausteinsee haben die Zeit genutzt und präsentieren die Lösung für Hastenrath: Die Ortsumgehung soll nun in einem Tunnel unter den Ort führen. Die Stadt Eschweiler ist begeistert, weil ihr ein Koppelgeschäft mit der Tunnelfirma vorschwebt, die dann gleich auch die Indestaße unters Erdreich legen soll. Bei der Abschlusssitzung des Rates gibt dieser seinen Segen. Die Millionen stammen aus dem Rückerwerb der WBE-Anteile.
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