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Tschernobyl, Fukushima, Marcoule: Wie sicher sind Atomkraftwerke?

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Atomkraftwerke
Wie hier in Biblis gehen auch in Tihange Atomkraftgegner auf die Straße, um die Stilllegung der Anlage durchzusetzen. Foto: ddp

Eschweiler. „Tschernobyl - Fukushima - Was tun?” Die Kolpingsfamilie Eschweiler lädt für Dienstag, 20. September, 20 Uhr, zu einer Diskussion zum Thema in das Gemeindezentrum St. Michael ein.

Fast 25 Jahre nach der Katastrophe in Tschernobyl wiederholt sich die Geschichte auf dramatische Art und Weise. Als der GAU in Tschernobyl und seine Folgen in Vergessenheit zu geraten schienen, wurde uns durch die Ereignisse nach dem Erdbeben und dem Tsunami in Japan erneut bewusst, dass wir nicht alles kontrollieren und steuern können.

In Tschernobyl steht man vor der Aufgabe, einen neuen Sarkopharg für den Atommeiler zu finanzieren und zu bauen. Die Folgen für die Bevölkerung in den verstrahlten Gebieten in der Ukraine und in Weißrussland sind nach wie vor kaum abzusehen. In Fukushima ist die Lage noch längst nicht unter Kontrolle.

Der Diskussionsleiter, Willi Spiesecke, seit Jahren engagiertes Mitglied der Kolpingsfamilie Eschweiler, kann von eigenen Erfahrungen und Eindrücken berichten, die er als Begleiter von 13 Hilfstransporten in die verstrahlten Gebiete in Weißrussland erlebt hat.

Die politischen Weichen für Veränderungen in Deutschland wurden gestellt. Doch was bewegt und beschäftigt die Menschen? Fühlen sie sich richtig informiert? Sind wir in irgendeiner Art gefährdet, z.B. auch durch die Atompolitik unserer Nachbarn?

Erst am Montag rüttelte die Nachricht aus Südfrankreich auf, wo es in der Atomanlage Marcoule im Rhônetal nahe Avignon zu einer Explosion gekommen ist, die mindestens ein Todesopfer und mehrere Schwerverletzte forderte.

Der der Aachener Region nächstgelegene Atommeiler steht im belgischen Tihange bei Lüttich, gerade mal 60 Kilometer von der Städteregion Aachen entfernt. Die Forderungen, die Anlage stillzulegen, mehren sich in Belgien ebenso wie in Deutschland und den Niederlanden. Seit 1974 am Netz, ist Tihange eines der ältesten Atomkraftwerke in Europa. Das Kraftwerk steht an einer tektonischen Bruchkante, der Seismologen ein besonders hohes Erdbebenrisiko bescheinigen.
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