Eschweiler - Trotz gebrochener Schulter in Topform: Konstantin Wecker in Weisweiler

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Trotz gebrochener Schulter in Topform: Konstantin Wecker in Weisweiler

Von: se
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Mit stehenden Ovationen feierte das Publikum Konstantin Wecker, den auch ein Schulterbruch nicht vom Klavierspielen abhielt. Foto: S. Essers

Eschweiler. Es war ein Abend, den so schnell wohl niemand vergessen wird. Das Publikum in der Weisweiler Festhalle konnte von ihm einfach nicht genug bekommen, und der Künstler schien den minutenlangen Applaus, der im Stehen dargebracht wurde, sichtlich zu genießen.

Am Sonntagabend war Konstantin Wecker mit seinem Programm „Jeder Augenblick ist ewig“ zu Gast in der Weisweiler Festhalle. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Kulturzentrum Talbahnhof.

Bereits als Wecker die Bühne betrat, gab es tosenden Applaus. „Wie Sie sehen habe ich ein Problem“, verriet Wecker, dessen Arm sich in einer Schlinge befand. Eine gebrochene Schulter hielt ihn vom Klavierspielen ab. Begleitet wurde er deshalb an diesem Abend von Johannes Barnikel. Doch als großes Problem stellte sich seine Verletzung nicht heraus. Bereits beim zweiten Lied legte er die Schlinge ab, beim dritten Titel nahm er dann neben Barnikel Platz am Klavier und heizte dem Publikum so richtig ein.

Doch der Abend bestand nicht nur aus musikalischen Darbietungen. Anhand seiner Autobiographie schritt er durch die vergangenen 40 Jahre seines Lebens und las dem Publikum die ein oder andere Anekdote vor. Er berichtete nicht nur von seinem „Kampf gegen die Spießer dieser Welt“, den er bereits als 14-Jähriger, in der Hoffnung als freier Dichter leben zu können, begann.

Wecker nahm das Publikum an diesem Abend mit auf eine Reise durch sein Leben. Er erzählte von seinen Eltern, die nach ihren eigenen Ideen lebten und sich auch nicht von den Nazis beeinflussen ließen, einer Reise nach Italien, bei der er sich als Straßenmusikant durchschlug, und von seinen Aufenthalten im Gefängnis, die den Künstler geprägt haben. „Ich kenne jeden deutschen Knast, ich habe in jedem übernachtet“, so Wecker.

Das Publikum stand ganz auf der Seite des Künstlers, der es mit seinem Gesang, seinen eindrucksvollen und tiefgründigen Texten, sowohl in Lied- als auch in Gedichtform und mit den Geschichten aus seinem Leben, bereits von Anfang an mitgerissen hatte. So war es nicht verwunderlich, dass sich die Besucher am Ende zu stehenden Ovationen hinreißen ließen und der Künstler die Bühne erst nach mehreren Zugaben verlassen durfte.

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