„Tourist“-Liebhaber: Fans der Heinkelroller tauschen sich aus

Von: se
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Heinkelroller-Besitzer Detlef Krill (9. von links) freute sich darüber, dass viele Interessierte gekommen waren. Foto: Sonja Essers

Eschweiler. Einmal bis ins Allgäu und zurück. Wer in den 50er Jahren seinen Urlaub plante, brauchte dazu weder ein Auto noch viel Gepäck. Was heute kaum noch vorstellbar ist, war zu Zeiten des Wirtschaftswunders an der Tagesordnung. Möglich machte dies der Heinkelroller.

Dass man mit dem Modell „Tourist“ auch heute noch die Straßen unsicher machen kann, wurde jetzt am Flugplatz Merzbrück deutlich. Bei strahlendem Sonnenschein trafen sich Fans und Besitzer des beliebten Fortbewegungsmittels zum 1. Heinkelroller-Stammtisch im Bistro „Albatros“.

Viele positive Erinnerungen

Organisator Detlef Krill, der selbst einen der kultigen Roller besitzt, freute sich über die vielen Besucher. Ihm war es besonders wichtig den Kontakt zu anderen „Tourist“-Besitzern zu pflegen und aufzubauen, damit der Heinkelroller in Eschweiler und Umgebung weiterhin erhalten bleibt. „Der nächste Stammtisch befindet sich in Neuss“, erklärt Krill und fügt hinzu: „Ziel ist es, auch in unserer Gegend regelmäßige Treffen zu etablieren, damit sich die Heinkel-Fahrer gegenseitig austauschen können.“ So schrieb der Indestädter 27 „Tourist“-Besitzer an und lud sie zu einem ersten Treffen ein.

Dem Aufruf von Krill folgten auch Helene und Martin Kuck. Das Ehepaar aus Linden-Neusen besitzt zwar seit 1973 keinen Heinkelroller mehr, verbindet mit dem Gefährt jedoch viele positive Erinnerungen. Diese wurden vor allem beim Betrachten von Bildern aus den 50er Jahren deutlich, die das Ehepaar gemeinsam mit ihren beiden Kindern auf dem „Tourist“ zeigten.

„Als unsere Kinder noch klein waren, haben wir alle auf einen Roller gepasst und konnten tolle Ausflüge machen“, erzählt Martin Kuck und fügt hinzu: „heute wäre dies natürlich undenkbar.“ Der Heinkel sei vor allem sehr bequem und robust gewesen, so habe man ohne Probleme auch weitere Strecken zurücklegen können: „Wir sind mit unserem Roller sogar bis ins Allgäu gefahren“, berichtet die 79-Jährige, die sich die alten Zeiten noch einmal zurückwünscht: „Heute ist der Verkehr viel schlimmer als damals. Wenn dies nicht so wäre, würde ich mich sofort wieder auf einen Roller setzen und damit losfahren.“

Am vergangenen Sonntag bewunderte sie, genauso wie die vielen anderen Neugierigen, die Modelle der Besucher. Einer von ihnen ist Hubert Backhausen. Sein „Schätzchen“ ist über 50 Jahre alt und hat bereits so manchen Kilometer auf dem Buckel. „Mir meinem Heinkel bin ich schon bis nach Berlin gefahren“, erzählt das Mitglied der „Heinkel Freunde Rur Eifel“.

In diesem Jahr stehe ein Trip ins Allgäu an, berichtet Backhausen und fügt hinzu: „Wenn man mit dem Heinkel unterwegs ist, lernt man immer wieder neue Menschen kennen, das ist besonders toll.“

Auch Detlef Krill hat an diesem Tag die Bekanntschaft vieler „Tourist“-Besitzer gemacht und mit seiner Idee einen Stammtisch zu gründen überzeugen können. In gemütlicher Runde ließ man den Nachmittag im Bistro „Albatros“ ausklingen und plante weitere Aktivitäten.

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