Eschweiler - Theater einmal ganz anders: Auf die Bühne und improvisieren

Theater einmal ganz anders: Auf die Bühne und improvisieren

Von: jw
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Bei der Zugabe spielten nicht die Schüler, sondern die betreuenden Lehrer und man merkte, dass sie den Schülern in nichts nach standen. Foto: Jacqueline Winkler

Eschweiler. Es war ein Abend, an dem sich keiner das Lachen verkneifen konnte. Mit so einer Aufführung hatte wohl keiner gerechnet, als zum Impro-Theater eingeladen wurde. Der Literaturkurs des Städtischen Gymnasiums Eschweiler zeigte eine Aufführung, die es zuvor so noch nicht gegeben hatte.

Dieses Jahr sollten alle Beteiligten des Literaturkurses auf der Bühne stehen und es sollte sich keiner hinter einer anderen Aufgabe verstecken können und so nicht auf die Bühne müssen. Normalerweise ist es üblich, dass beim Literaturkurs alle Anwesenden in verschiedenen Gruppen aufgeteilt werden. Dort gibt es die Schauspieler, die sich um das Bühnenbild oder um die Kostüme kümmern und noch etliche andere Aufgabenfelder. Doch sollte es mal etwas anderes geben, jeder sollte beteiligt sein und aktiv mitmachen.

Viel Disziplin gefordert

So kamen die Lehrer, die den Literaturkurs in diesem Jahr leiteten, auf die Idee des Impro-Theaters. Hört sich einfach an, ist es aber nicht. Die Schüler hatten kein Drehbuch, keine einstudierten Szenen und auch keine Texte, die sie auswendig gelernt hatten. Alles war an diesem Abend in der Aula improvisiert und spontan umgesetzt. Dies verlangte im voraus viel Arbeit und Disziplin für Schüler und Lehrer. Die Schüler mussten sich Grundlagen der Schauspielerei aneignen. Des Weiteren mussten sie lernen, sich frei zu machen auf der Bühne und auf die entsprechende Situation und ihren Partner einzugehen.

„Heute ist die Spontaneität von uns allen gefragt“. So wurde der Abend von den zwei Moderatoren eingeleitet, die nicht nur das Publikum durch den Abend führten, sondern auch selber bei den unterschiedlichen Aufgaben mitwirkten. Alle Darsteller waren in schwarz gekleidet, da es ja auch keine Kostüme gab. Nur einzelne Requisiten, die die Schauspieler vor der Aufführung nicht kannten, wurden auf der Bühne für sie bereitgestellt.

Der Abend begann mit „freeze“. Dort waren mehrere Schauspieler auf der Bühne, die immer wieder „eingefroren“ wurden und beim „Auftauen“ an verschiedenen Orten sich spontan einen Sketch überlegen mussten. „3, 2,1, Action“ – und schon begann die Aufgabe. Doch das war nicht die einzige: die Schauspieler mussten verschiedene Sätze in ihr Gespräch einbauen, im Fahrstuhl verschiedene Charakter spielen, als Marktschreier Dosen oder Schreibtischstühle anpreisen oder spontan aus einem Regenschirm einen anderen Gegenstand zaubern.

Nicht nur das Publikum wurde immer wieder miteinbezogen, sondern zur Zugabe durften die zwei betreuenden Lehrer auf die Bühne und ihr Können selbst unter Beweis stellen. Dort merkte man, von wem die Schüler ihr Wissen und Können vermittelt bekommen haben.

Es war eine Aufführung, die wohl alle Gäste nicht so schnell vergessen werden. Die Schüler haben ihre Aufgaben mit viel Humor, Charme und Spontaneität hervorragend gemeistert und so muss man sagen, dass es schade ist, dass es nur zwei Aufführungen zu sehen gab.

Auch Dr. Friedhelm Mersch, der Schulleiter des Städtischen Gymnasiums Eschweiler, war begeistert von den Schülern, lobte sie in den höchsten Tönen und sagte, dass auch so Schule aussehen könne und er stolz auf diese tolle Leistung sei.

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