Eschweiler - Tempo-30-Zone endet vor Kindertagesstätte

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Tempo-30-Zone endet vor Kindertagesstätte

Von: Guido Jansen
Letzte Aktualisierung:
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Hier endet die Zone 30 auf der K 18 in Nothberg in Richtung Eschweiler: 60 Metern weiter auf der rechten Seite liegt die neue Kindertagesstätte – in einer 50er-Zone. Foto: Jansen

Eschweiler. Autofahrer, kommst du nach Nothberg, dann bedenke, dass da eine Kindertagesstätte neu eröffnet hat. Den Verkehrsexperten von der Städteregion Aachen ist das offenbar noch nicht aufgefallen.

Denn die Kreisstraße 18, die durch den Ort an der Kirche und damit an der neuen Kita Immenhof vorbeiführt, ist nicht verkehrsberuhigt. Zumindest nicht dann, wenn der Verkehr an der Einrichtung entlangrollt. Die Kita ist genau auf der Ecke, an der aus der Cäcilienstraße der Fresenberg wird. Oder umgekehrt; je nachdem, in welcher Richtung der Verkehr rollt. An genau der Stelle ist Tempo 50. Denn die Zone 30 endet gut 60 Meter vor der Kindertagesstätte.

„Ich habe mich deshalb schon mehrfach an die Verwaltung gewandt“, sagt Jakob Bündgen, Nothberger und SPD-Ratsherr in Eschweiler. Bisher ohne Erfolg. Das Problem aus Eschweiler Sicht: die Straße ist eine Kreisstraße. Die Stadtverwaltung darf also nicht eigenmächtig die Geschwindigkeitsvorschriften ändern.

Bündgen kann aber gleichzeitig nach eigener Beschreibung auch nicht das größte Maß an Engagement in der Eschweiler Verwaltung erkennen. In Breinig habe es einen ähnlichen Fall gegeben. Da habe die Stadt Stolberg Tempo 30 vorgeschrieben und sich der Anweisung der Städteregion, diese Regelung rückgängig zu machen, bisher widersetzt.

Aus Bündgens Sicht endet der Unsinn in Sachen Straßenverkehr auf der K 18 in Nothberg nicht mit dem fehlenden Tempo-30-Schild an der Kindertagesstätte. Wer aus Heistern durch Nothberg in Richtung Eschweiler fährt, der rollt bergab und muss dort 30 fahren. Für etwa 200 Meter. Der Grund: In der Kurve am Fußende des Berges sind früher zu oft zu schnelle Autos im Vorgarten eines Hauses gelandet. Nach dem Berg, rund 60 Meter vor der Kindertagesstätte, endet die Zone 30. In der Gegenfahrrichtung gilt generell Tempo 50.

„Das ist eine Katastrophe hier“, sagt Heinz-Willi Thielen, der seit 30 Jahren am Fresenberg wohnt. „Hier hat man Probleme, über die Straße zu gehen. Und an Tempo 30, beziehungsweise Tempo 50 in der Gegenrichtung, hält sich hier sowieso niemand.“

Eine Stichprobe bestätigt das. Innerhalb von drei Minuten rollen gestern gegen 14.30 Uhr 21 Fahrzeuge über die Straße. Mit viel gutem Willen halten sich drei Fahrer an die Vorschriften. Repräsentativ ist die Stichprobe nicht. „Im Feierabendverkehr ist hier noch mehr los“, sagte Jakob Bündgen. Gestern Nachmittag zwischen 14 und 14.30 Uhr befuhr im Schnitte alle sechs bis sieben Sekunden ein Fahrzeug die Straße.

„Hier muss sich dringend was tun“, fordert Jakob Bündgen in Richtung Stadt und Städteregion. Durchgehend Tempo 30 auf der K 18 und verstärkte Geschwindigkeitskontrollen könnten aus Sicht von Bündgen und Thielen Lösungen sein.

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