Eschweiler - Tante Emma für St. Jöris gibt´s in zwei Varianten

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Tante Emma für St. Jöris gibt´s in zwei Varianten

Von: Rudolf Müller
Letzte Aktualisierung:

Eschweiler. Schön, ruhig und beschaulich ist er, der Stadtteil St. Jöris mit seinen 840 Einwohnern. Die überschaubare Größe und relative Abgelegenheit des Ortes bringt aber auch mit sich, dass vieles, was Städtern selbstverständlich ist, hier vermisst wird. Lebensmittelgeschäfte zum Beispiel, eine Post, eine Apotheke.

Verbesserung tut insbesondere mit Blick auf die älteren St. Jöriser Not, findet auch CDU-Stadtverbandsvorsitzender Willi Bündgens, selbst leidenschaftlicher St. Jöriser. Er kündigte vor wenigen Tagen eine CDU-Initiative an, die kurzfristig Abhilfe schaffen soll. Obschon: „Nach ca. 1500 Metern findet man neue Aldi- und Lidl-Filialen, einen großen Rewe- und Penny-Markt und auch Apotheken. Auch die Versorgung mit mehreren Ärzten in nächster Umgebung ist nicht so schlecht. Selbst ein Tierarzt hat seine Türen geöffnet.”

Jetzt erinnert die SPD daran, dass der Ortsverein Kinzweiler bereits vor Jahresfrist das Thema in Angriff genommen hat. „Dienstleistung und ortsnahe Versorgung” - DorV - ist das Stichwort, das den St. Jörisern einen neuen Wirtschafts- und Kommunikationsmittelpunkt bescheren soll. „Ein moderner Tante-Emma-Laden”, sagt Nadine Leonhardt, „auf genossenschaftlicher, kaufmännischer oder integrativer Basis.”

Bestellzentrum

„DorV”-Läden, so betont die SPD, „verbinden die Vorteile eines klassischen Geschäftes vor Ort mit einer gezielten Auswahl angebotener Güter unter Nutzung moderner Kommunikationsmittel wie dem Internet. Was also nicht vorrätig ist, kann bestellt und vor Ort abgeholt werden. Konkret bedeutet dies: Die Bevölkerung bestimmt durch Bedarfabfragen vor Ort das Angebot und die gewünschten Dienstleistungen wie einer integrierten Postfiliale oder auch die Versorgung der Menschen mit medizinischem Bedarf.” Träger eines solchen Ladens könnte eine Genossenschaft, aber auch ein sozialer Träger wie die Caritas sein.

Während die SPD sich in den nächsten Wochen Beispiele solcher Läden anschauen und das Projekt in den Ausschüssen der Stadt Eschweiler diskutieren möchte, lässt sich das Modell der CDU wesentlich schneller verwirklichen: Laut Willi Bündgens hat der Betreiber eines „rollenden Supermarktes” erst am Montag noch einmal sein Interesse bekräftigt, St. Jöris in seinen Tourplan aufzunehmen.

Versuch rollt an

Zunächst versuchsweise, versteht sich: „Aber wenn die St. Jöriser dieses Angebot annehmen, kann das schnell zu einer dauerhaften Einrichtung werden”, betont Bündgens.
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