Tag der offenen Tür: Pennäler sind keine Lernmaschinen

Von: ran
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Vor allem zum Unterricht in den naturwissenschaftlichen Fächern erhielten die Gäste des „Tags der offenen Tür“ des Städtischen Gymnasiums Informationen aus erster Hand. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Kaum ein Lebensbereich ist in der jüngsten Vergangenheit derart in Bewegung geraten wie die Schule. Neue Anforderungen an Schüler und Lehrer, sich verändernde Bedürfnisse von Schülern und Eltern, aber auch der demografische Wandel stellen die Verantwortlichen aller Schulformen vor große Herausforderungen.

Beim „Tag der offenen Tür“ präsentierte sich am Samstag das Städtische Gymnasium seinen womöglich zukünftigen Schülern und deren Eltern, die Einblicke in das Schulkonzept erhielten, probeweise am Unterricht der fünften und sechsten Klasse teilnahmen, sich über die Unterrichtsfächer Englisch bilingual, Biologie, Chemie, Physik, Informatik, Kunst und Sport informieren konnten und das System der Hausaufgabenbetreuung kennenlernten.

„Unsere Schule stellt einen Lebensraum dar, zu dem neben dem Unterricht rund 80 Zusatzangebote gehören, darunter mehr als 20 Arbeitsgemeinschaften, das Mentorenprojekt, in dem unsere neuen Schüler der fünften Jahrgangsstufe von älteren Schülern betreut werden, sowie die Kooperation mit der RWTH“, so Lehrer René Hahn, der am Städtischen Gymnasium die Fächer Englisch und Geschichte unterrichtet.

Für Schulleiter Dr. Friedhelm Mersch steht vor allem im Vordergrund, „den Geist dieser Schule zu vermitteln“. Dazu gehöre in erster Linie eine einge Verflechtung zwischen Schülern, Lehrern und Eltern. „Unser Credo lautet, ein angstfreies Lernen zu gewährleisten“, macht der Schulleiter deutlich. In dieser Hinsicht sei es ein großer Vorteil, dass das Städtische Gymnasium mit dem Nebengebäude in der Gartenstraße, in dem die Schüler der fünften bis siebten Jahrgangsstufe unterrichtet werden, über ein „zweites Standbein“ verfüge.

„Im Umgang mit unseren jüngeren Schülern ist es unabdingbar zu begreifen, dass wir es hier mit Kindern und nicht mit jungen Erwachsenen und schon gar nicht mit Lernmaschinen zu tun haben“, erklärt Dr. Friedhelm Mersch. Natürlich stehe für viele Eltern zukünftiger Schüler das Thema G8 nach wie vor im Vordergrund. „Es wäre falsch, diese Problematik zu verniedlichen.“

Als Reaktion auf den zunehmenden Druck auf Schüler und Schule müsse die Persönlichkeit jedes Kindes vermehrt Beachtung finden. „Es darf nicht ausschließlich gefördert und gefordert werden. Die Schüler müssen auch Freiräume erhalten“, fordert der Schulleiter.

Ruheräume wertvoll

„Das im Mai 2011 eröffnete Selbstlernzentrum, dem sich direkt daneben Ruheräume für die Schüler anschließen, bietet solche Freiräume“, ergänzt René Hahn. Und in der Mensa seien Gespräche zwischen Schülern und Lehrern in lockerer Atmosphäre inzwischen an der Tagesordnung. „Etwas, das in früheren Zeiten in dieser Form kaum denkbar war“, sieht der Pädagoge eine weitere (positive) Veränderung.

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