Eschweiler - Tafel versorgt jede Woche 1700 Menschen

Weltmeisterschaft Weltmeister WM Pokal Russland Fifa DFB Nationalmannschaft

Tafel versorgt jede Woche 1700 Menschen

Letzte Aktualisierung:

Eschweiler. Tafeln – Sinn oder Unsinn? Zu dieser Fragestellung konnten die Mitglieder der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP) am Donnerstag im Eschweiler Kulturbahnhof die beiden Vertreterinnen der Eschweiler Tafel Anneliese Küpper und Karin Schmaling begrüßen.

Anneliese Küpper erläuterte, dass aus ihrer Sicht die Ursprungsmotivation für die Einrichtung der „Tafeln“ die Entrüstung über die Tatsache war, dass noch brauchbare Lebensmittel auf dem Müll landen. Wesentliches Motiv der Mitarbeiterinnen der Eschweiler Tafel ist der Aspekt christlicher Nächstenliebe und Verantwortung in der Welt. In letzterem Punkt sehen die Ökodemokraten auch eine gemeinsame Schnittmenge mit der Tafel. „Eine wesentliche Motivation für ihr Engagement in der ÖDP ist für viele unserer Mitglieder auch der christliche Hintergrund; katholische und evangelische Christen bestimmen wesentlich das Bild der ÖDP“, so Arno Kohlert, Pressesprecher der Ökodemokraten.

Die Eschweiler Tafel versorgt inzwischen wöchentlich etwa 1700 Hilfsbedürftige. 80 ehrenamtliche Helfer organisieren Beschaffung und Verteilung der Lebensmittel und Sachspenden, die von Supermärkten, Geschäften, Großmärkten, Metzgereien und Bäckereien zur Verfügung gestellt werden.

„Wir unterstützen insbesondere Sozialhilfeempfänger, Obdachlose, Arbeitslose, Alleinerziehende, kinderreiche Familien, Asylbewerber, Asylanten und Rentner. Voraussetzung für den Erhalt dieser Hilfe ist allerdings der Nachweis der Bedürftigkeit“, erläuterte Küpper. Heutzutage sind 80 Prozent der Hilfeempfänger deutsche Staatsbürger. Auch die Frage: „Bekommen auch wirklich Bedürftige Hilfe seitens der Tafel?“ wurde dahingehend beantwortet, dass ein gewisser Prozentsatz wohl Hilfe bekommt, der strengen Kriterien nicht gerecht würden. Die Tafel sieht ihre Aufgabe im „unpolitischen Raum“. „Hierin unterscheidet sie sich selbstverständlich von einer Partei, die die Frage der Armut grundsätzlich hinterfragen muss“, so Kohlert.

Einig war man sich in dem Punkt, dass die familiäre Situation, oft ursächlich für die Hilfsbedürftigkeit, insbesondere der Kinder ist. Karin Schmaling betonte, dass die Arbeit in der Tafel den Helferinnen viele positive Erlebnisse bringt; man spüre auch Dankbarkeit gerade bei Kindern, die sich zum Beispiel freuen, ein neues Paar Schuhe oder eine Tube Zahncreme zu bekommen. „Sowohl die Vertreterinnen der Tafel als auch die ÖDP Mitglieder hatten einen für beide Seiten nutzbringenden Gedankenaustausch“, so Manuel Dekielinski, stellvertretender Vorsitzender der ÖDP in der Städteregion.

Leserkommentare

Leserkommentare (1)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert