Eschweiler - Täuschungen in Skulpturen und Bildern

Täuschungen in Skulpturen und Bildern

Von: thd
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„Nicht alles, was man sieht,
„Nicht alles, was man sieht, ist real”: der Leitgedanke, der sich in jedem von Alexander Göttmanns Bildern widerspiegelt. Foto: Theres Dickmeis

Eschweiler. „Ich male, was ich fühle. Das habe ich irgendwann gesagt. Ich male auch, was ich denke und was ich erlebe. Und das kann man sehen, wenn man richtig hinsieht.” Und wer sich in Alexander Göttmanns Atelier umsieht, wird das erkennen.

In seinen Bildern und in seinen Skulpturen. An zwei Tagen hatten die Besucher die Gelegenheit, seine Kunst kennen zu lernen oder neu zu erfahren. Als Tag der offenen Tür konnten Kunstinteressierte das Angebot in seinen Räumen im Hauptbahnhof wahrnehmen und sich mit dem Künstler unterhalten.

Beim Betreten des Gebäudes empfingen einen bereits die typischen Skulpturen, die in ihrer Individualität Göttmanns Handschrift tragen. Aus Metall und Drähten formt er unverwechselbare Vögel, neben denen mittlerweile auch Meerjungfrauen einen Platz finden. Ebenfalls aus Metall verarbeitet der aus Russland stammende Künstler Löffel und wertet das Besteck wieder auf.

Auch Göttmanns Bilder zeigen seine eigene Sicht auf die Dinge. Auf einem ist ein Vogel zu sehen. Er wirkt statisch wie Göttmanns Skulpturen. Der Vogel steht vor einem Haus, das auf dem ersten Blick wie gewöhnliche Architektur aussieht. Allerdings verbirgt es viele Täuschungen. Wege sind Dächer und Ecken verwandeln sich in flache Wände. „Nicht alles, was man sieht, ist real.” Ein Leitsatz, unter dem nicht nur der Tag der offenen Tür steht.

„Was wir mit unseren Augen sehen, ist nicht immer real. Es gibt viele Täuschungen im Leben, und wir dürfen nicht allem trauen”, erklärt Alexander Göttmann. Dazu greift er den Gedanken des Zeitgeistes auf. „Ich habe mich mit Zukunft, Ursprung und Zeitlauf beschäftigt. Es gibt viele Theorien, aber keine weiß so genau, wie alles angefangen hat und enden wird”, ergänzt der Künstler.

Viele Kunstinteressierte aus der Städteregion und sogar aus Düsseldorf und Köln kamen, um sich mit Alexander Göttmann zu unterhalten. Mit jedem Gast führte er ausführliche Gespräche bei Kaffee oder Sekt und russischem Gebäck, das seine Frau für die Besucher gebacken hatte.

In den Räumen im Hauptbahnhof, die der Künstler seit 2008 nutzt, gibt er auch Unterricht, Kurse und bereitet Schüler im Mappenatelier auf das Kunststudium vor. „Jeder, der Lust am Malen hat, ist herzlichst eingeladen, an meinen Kursen teilzunehmen. Jeder kann dabei malen, wonach ihm gerade ist”, betont Alexander Göttmann, der für Kinder und Jugendliche separate Stunden anbietet.
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