Eschweiler - Streit zwischen Vater und Fotograf eskaliert: Polizeieinsatz am See

Streit zwischen Vater und Fotograf eskaliert: Polizeieinsatz am See

Von: sh
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Eschweiler. Der Besuch des Blausteinsees am Abend des 20. Juli endete für Walter Smolnik aus dem rheinland-pfälzischen Wied mehr als unerfreulich. Man unterstellte ihm, junge Mädchen, die (teilweise nackt) am Badestrand im Wasser spielten, fotografiert zu haben.

Die Polizei beschlagnahmte zwei seiner Kamera-Speicherkarten. Dabei habe er lediglich Schwäne fotografiert, sagt Smolnik, und legt zum Beweis zwei Fotos vor.

Ausgangspunkt des Vorfalls war ein Wortgefecht mit einem anderen Seegast, dem Vater der beiden Mädchen. Dieser verlangte, die Bilder zu sehen, da er vermutete, dass Smolnik seine Töchter abgelichtet habe. Der Beschuldigte lehnte dies ab.

Daraufhin machte der Vater mit seinem Mobiltelefon ein Foto von Smolnik. Die von Smolnik herbeigerufene Polizei habe, so der Vorwurf Smolniks, sich nicht korrekt verhalten. Daher stellte der ehemalige Beamte Strafantrag gegen Unbekannt und eine Dienstaufsichtsbeschwerde bei der Staatsanwaltschaft.

In einem Schreiben an die Staatsanwaltschaft heißt es: „Ich stelle hiermit Strafantrag gegen den Vater der beiden Töchter, der mich mit der rufschädigenden Absicht der falschen Beschuldigung und der Verletzung meiner Persönlichkeitsrechte durch die Behauptung des Fotografierens seiner Kinder durch mich mit seinem Mobiltelefon abgelichtet hat.”

Nachfolgend schreibt er: „Weiterhin stelle ich eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen den Beamten in der blauen Uniform, der ausschließlich und einseitig den falschen Verdächtigungen des Vaters nachging und keinerlei Interesse daran hatte, meine Rechte, für deren Schutz er genauso verantwortlich, ist zu wahren.” Die Polizei äußert sich nicht zum Vorfall. Derzeit werde die Angelegenheit intern geprüft.

Gegen 20.30 Uhr machte Smolnik nach eigener Aussage zwei Fotos von Schwänen auf dem See. Am Ufer befanden sich nach seinen eigenen Schätzungen zirka hundert bis hundertfünfzig Personen, darunter die beiden Mädchen und ihr Vater.

Im dann beginnenden Streitgespräch weigerte sich Smolnik, die gemachten Fotos zu zeigen, bot aber an, die Polizei hinzuzurufen, um die Angelegenheit zu klären. Der Vater habe daraufhin, so Smolnik, ein Foto von ihm gemacht.

Mehrmals habe er später um die „Beschlagnahme und Löschung” des Fotos gebeten. Diesem Wunsch kamen die Polizeibeamten laut Smolnik nicht nach.

Dieser verweigerte im weiteren Verlauf die Unterschrift unter die für die beschlagnahmten Speicherkarten ausgestellten Quittungen, da trotz mehrfacher Aufforderung genaue Firmen- und Modellbezeichnungen, um die Speichermedien später identifizieren zu können, nicht vermerkt wurden.

Walter Smolnik fühlt sich zu Unrecht beschuldigt, zudem sei „das Recht an meinem persönlichen Bild” verletzt worden. Den Polizeibeamten wirft er vor, den Sachverhalt nur einseitig aufgenommen zu haben.
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