Eschweiler - Stillstand ist nichts für Julia Neigel

Christopher Robin Kino Freisteller Winnie Puuh

Stillstand ist nichts für Julia Neigel

Letzte Aktualisierung:
2sp_julia
„Ein Festival, bei dem uns sogar ein Physiotherapeut gestellt wird - und dazu noch ein so einmalig guter -, das ist Luxus pur!” Julia Neigel fühlte sich in Eschweiler rundum wohl. Foto: Rudolf Müller

Eschweiler. Die riesige Bühne, die diesmal den Akteuren des Eschweiler Music Festivals als Showplattform dient, kommt ihr entgegen: „Ich muss rennen”, sagt Julia Neigel. Stillstand - das ist nichts für die 44-Jährige. Weder auf der Bühne noch in der Musik. Mit Deutschlands „Soul-Papst” Edo Zanki war sie bis Sonntag auf „Rock´n´Soul”-Tour.

Dass die sie auch nach Eschweiler führen würde, davon wussten die beiden zwei Tage vorher noch nichts. Erst am späten Donnerstagabend war - kurzfristig, aber nach ungezählten Telefonaten - klar: Das dynamische Duo Neigel/Zanki würde statt der erkrankten Nina Hagen am Samstag auf der EMF-Bühne stehen. Und das Publikums fand´s überaus gut so.

Nach dem Konzert unterhielt sich unser Redakteur Rudolf Müller mit der Vollblutmusikerin, die sich als Jule Neigel mit „Schatten an der Wand” einen Namen machte und heute - unter ihrem richtigen Namen Julia - zu neuer Höchstform aufläuft.

Hat es für Euch eine so kurzfristige Buchung wie die für Eschweiler schon je gegeben?

Julia Neigel: Einmal - ja. Das war 2003 ein Job im Auftrag des Goethe-Instituts. Da ging mitten in der Nacht das Telefon und ich wurde gefragt, ob wir am nächsten Morgen um 8 im Flugzeug nach Madagaskar sitzen könnten. Wir konnten.

Nun ist Eschweiler nicht ganz so weit - hat es sich für euch gelohnt, hierher zu kommen?

Julia Neigel: Für mich auf jeden Fall. Aber die Frage ist doch: Hat es sich für euch, für Eschweiler gelohnt? Das ist die Hauptsache! Für uns war hier alles ganz toll: ein tolles Team, netteste Betreuung - und ein absolut erstklassiger Physiotherapeut. Den nehme ich mit! Den seid ihr hier in Eschweiler für mindestens zwei Monate los!

So kurzfristig hier her zu kommen, das war für uns ein kleines Abenteuer, eine Herausforderung: "Das kriegen wir jetzt hin!" Am Donnerstag, als Max Krieger anrief, standen wir in Travemünde mit einer ganz anderen Band, Edos Band, auf der Bühne. Die konnte heute nicht, da haben wir wie wild quer durch Europa telefoniert, um meine Jungs zusammenzutrommeln. Schlagzeuger Moritz Müller hat noch nie mit uns gespielt, der hat erst heute früh um 9 Uhr Live-Mitschnitte von uns bekommen, um das Repertoire zu kennen. Der Junge hat das einfach großartig gemacht!

Dass ihr hier nicht nur pflichtgemäß euer Programm abgespult habt, merkt man vor allem dir in jeder Minute der Show an...

Julia Neigel: Das ist so. Ich liebe es, aufzutreten, ich habe einen Riesenspaß. Ich habe viel zu lange pausiert. Und mit Edo zusammen aufzutreten, macht noch einmal soviel Spaß. Ich habe ein wunderschönes Leben, ich bin einfach glücklich, ich könnte die ganze Welt umarmen!

Du fegst unermüdlich über die Bühne, springst in den Bühnengraben, kletterst auf Absperrungen - wie hältst du dich so fit?

Julia Neigel: Ich bin immer Sportlerin gewesen. Als Teenie habe ich - bis ich meinen erste Plattenvertrag bekam - in der Handball-Bundesliga gespielt. Heute reite ich, ich tauche, ich jogge... Dazu achte ich auf gesunde Ernährung und trinke keinen Tropfen Alkohol. Natürlich feiere ich gerne - aber in gesunden Maßen.

Wie steht’s mit einem neuen Album?

Julia Neigel: Das ist in der Mache. Nächste Woche fangen wir damit an. Viele Songs sind schon fertig, einige probieren wir schon live. Auch heute waren ja ein paar Titel dabei. Auf den Markt kommen soll es im Herbst, aber das ist nie sicher. Wenn’s Januar wird, ist’s auch nicht schlimm.

Gibt es auch in Sachen Album gemeinsame Pläne mit Edo Zanki?

Julia Neigel: Das wird nicht verraten.

Die Rock ’n’ Soul-Tour ist mit dem Konzert auf der Seebühne am Edesheimer Schloss am Sonntag beendet. Wie geht’s für dich weiter?

Julia Neigel: Am Montag muss ich aus der Pfalz nach Düsseldorf zu einer Charity-Veranstaltung für den Kinderschutzbund, und ab Dienstag heißt es: Studio, Studio, Studio...
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert