Eschweiler - Stefan Kämmerling will ein solider Wahlkreisarbeiter sein

Stefan Kämmerling will ein solider Wahlkreisarbeiter sein

Von: sh
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Nahmen ihre Jubilar-Urkunden von Peter Kendziora (3. von links), Stefan Kämmerling (5. von links) und Rudi Bertram (rechts) persönlich entgegen: (von links) Hans-Josef Gran, Andreas Cremer, Lars Nieveler und Gerda Knuth. Foto: Stefan Herrmann

Eschweiler. Einen besinnlichen und politisch auch versöhnlichen Abschluss eines ereignisreichen Jahres feierte der SPD-Ortsverein Eschweiler West im Burghof.

Kein Wunder, denn die Sozialdemokraten wittern Morgenluft nach der herben Wahlschlappe im September. Das liegt auf Bundesebene vor allem an der neuen Führung rund um Sigmar Gabriel, die die lange Zeit missachteten Stimmen der Basis wieder mehr erhört. Zudem ist man an der Inde nicht nur stolz auf einen überaus erfolgreichen Kommunalwahlkampf im Sommer, sondern auch auf den neuen aus der Indestadt stammenden Kandidaten für den Landtag.

Eschweilers Stadtverbandsvorsitzender Stefan Kämmerling tritt für den Südkreis der Städteregion an und fordert Mandatsträger Axel Wirtz von der CDU heraus. Beim Besuch seiner Parteifreunde beschwor Kämmerling bereits die alten wie neuen Tugenden der SPD herauf. „Wir sind kein Kasernenhof, der kommandiert werden will”, steht der 33-Jährige für Dialog auf allen Ebenen.

Kämmerling sieht sich und seine Partei in Schlagweite zum politischen Gegner. Aktuelle Umfragen sehen die CDU im Land bei 36, die SPD bei 30 Prozent. „Da kann man was draus machen”, glaubt Stefan Kämmerling. Von unten nach oben heißt daher die Fahrtrichtung für die kommenden Monate.

Was möchte der gelernte Bankkaufmann, der seit elf Jahren in der SPD politisch aktiv ist, in Düsseldorf bewirken? „Wir brauchen keinen Multifunktionär, sondern einen soliden Wahlkreisarbeiter”, so der Landtagskandidat. Es braucht eine starke Stimme der Region in Düsseldorf und nicht umgekehrt.”

Thematisch sieht Kämmerling sich und die Genossen gut aufgestellt: Eine Reform des Gemeindefinanzierungsgesetz sei unumgänglich. Das aktuelle Gesetz wurde zwar einst von einer SPD-Regierung verabschiedet. „Wir sind aber lernfähig und haben erkannt, dass wir die Kommunen damit schwächen”, erhielt der Stadtverbandsvorsitzende hier besonders vom anwesenden Bürgermeister Rudi Bertram Zustimmung.

Daneben stehe auch eine kostenfreie Bildung von U3 bis zum Studium auf der sozialen Agenda. Einen Fehler vieler SPD-Politiker von der Bundes- bis zur Lokalebene möchte Kämmerling nicht machen: Zu- oder Absagen (wie es sie im Bund an die Linke gab) für Koalitionen macht er nicht. „Die SPD will besser sein als die Konkurrenten und stärkste Fraktion werden.”

Dass der Prozess des Umbruchs allerdings noch nicht vollkommen abgeschlossen ist, zeigte die Ehrung der Jubilare. Denn die entsprechenden Urkunden, die Ortsvereinsvorsitzender Peter Kendziora überreichte, hatte mit Franz Müntefering noch der ehemalige SPD-Chef unterschrieben.
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