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Stawag plant vier Windräder bei Langweiler

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Anlagen des Enercon-Typs E-82 sind für den Windpark Aldenhoven/Eschweiler vorgesehen. Das Design der Maschinengondeln hat der britische Star-Architekt Norman Foster entworfen. Foto: imago/stock

Aldenhoven. Die Stadtwerke Aachen AG (Stawag) plant an der Grenze der Gemeinde Aldenhoven zur Stadt Eschweiler einen Windpark. Wie die Stawag und der Projektentwickler Juwi Holding AG, Wörrstadt/Rheinland-Pfalz, im Rathaus erläuterten, sollen in einer noch einzurichtenden Konzentrationszone auf Aldenhovener Gebiet vier Windkraftanlagen und auf Eschweiler Gebiet fünf bis sieben Anlagen errichtet werden.

Es sind Windräder des Typs E-82 des Herstellers Enercon, Aurich/Ostfriesland. Sie haben eine Nabenhöhe von 138 Metern und sind einschließlich der Rotorblätter 180 Meter hoch, erläuterte der Juwi-Ingenieur Jan Kronenwerth.

Der Windpark soll in einem „größtmöglichen Abstand zur Wohnbebauung” realisiert werden. Zum Weiler Hausen beträgt die Entfernung 800 Metern, zu Langweiler 950 Meter, zu Niedermerz 1,15 Kilometer und zu Schleiden 1,4 Kilometer.

Der Typ E-82 ist für für mittlere Windstärken konzipiert und erreicht mit seinem großen Rotordurchmesser von 82 Metern auch im Binnenland gute Ertragswerte in der Zwei-Megawatt-Klasse. Die für Aldenhoven/Eschweiler eingeplante E-82, die einschließlich der Aufbaukosten vier bis fünf Millionen Euro kostet, hat eine Nennleistung von 2,5 MW und produziert im Jahr rund sechs Millionen Kilowattstunden (kWh).

Das reicht, so Kronenwerth, für die Stromversorgung von 1500 Haushalten oder 6000 Personen. Vermieden wird zugleich der Ausstoß von 5000 Tonnen Kohlendioxid (C02) im Jahr.

Enercon-Anlagen arbeiten getriebelos. Denn wenige drehende Bauteile reduzieren die mechanische Belastung und erhöhen die technische Lebensdauer.

Dabei wird die Rotation des Rotors direkt, das heißt ohne Getriebe an den Generator weitergegeben. Aus diesem Grund haben die Enercon-Typen die sehr großen und schweren Ringgeneratoren direkt hinter dem Rotor. Die hierdurch bedingte Massenträgheit der rotierenden Komponenten der Windkraftanlage bedeutet bei den im Binnenland typischen böigen Winden einen gewissen Vorteil. Und sie sind auch geräuschräumer als andere Fabrikate, sagte Kronenwerth in Aldenhoven.

Juwi, das sich von einem Zwei-Mann-Ingenieurbüro zu einem Unternehmen mit rund 400 Mitarbeitern entwickelt hat und seit einigen Jahren fester Partner der Stawag im Bereich der alternativen Energien ist, ist jedenfalls von den technischen Vorzügen der Auricher Anlagen überzeugt.

Geld für Gemeinde

Von den finanziellen Vorzügen des Stawag-Projektes zeigte sich auch der Aldenhovener Bauverwaltungsausschuss angetan. Während der rechnerischen Betriebsdauer von 20 Jahren würden pro Anlage insgesamt 250.000 Euro an Gewerbesteuer für die Gemeindekasse abfallen. Hinzu kämen für die Kommune noch die Konzessiosnabgabe für die Wegenutzung. Und die Grundeigentümer können pro Anlage mit einer Flächenpacht von 20.000 bis 24.000 Euro im Jahr rechnen. Das sei ein willkommenes „Zusatzeinkommen” für die dortigen Landwirte, sagte der Ausschussvorsitzende Reinhard Paffen (CDU). „Dafür muss eine Oma lange stricken.”
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