Stadtrat: „Wir dürfen nicht nur Sportvereine fördern“

Von: Tobias Röber
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50.000 Euro lässt sich die Stadt die Sanierung des Platzes vor der Weisweiler Festhalle kosten. Foto: Tobias Röber

Eschweiler. Auch wenn es tatsächlich noch mal ein wenig bissig zwischen einigen Politikern wurde: Überraschungen gab es bei der Ratssitzung am Mittwochabend nur wenige. Der Vorstoß der SPD, 50.000 Euro für die Sanierung des Lätitia-Platzes vor der Weisweiler Festhalle in den Haushalt zu stellen, sorgte für einige überraschte Gesichter.

Verkehrssicher ist der Platz, eine Sanierungspflicht besteht daher nicht. Die hohe Summe von 50.000 Euro sei nötig, weil der komplette Unterbau des Platzes neu gemacht werden müsse, erklärte der Technische Beigeordnete Hermann Gödde. SPD-Fraktionsvorsitzender Leo Gehlen betonte die Chance auf eine Förderung im Rahmen von „Weisweiler im Wandel“. Mit den Stimmen der SPD, der CDU, der UWG und der von Volker Willms (FDP) wurde dem Antrag zugestimmt.

Großes Thema war einmal mehr der Kunstrasenplatz für den dann fusionierten Fußballverein aus Preußen Hastenrath und dem SV Nothberg. Nachdem die Mitglieder des SV Nothberg am Montagabend grünes Licht für die Fusion gegeben hatten, stimmten SPD, CDU und UWG für einen Kunstrasen in Hastenrath. Die Bedingung: Der Platz und das Heim des SV Nothberg sollen unwiderruflich in den Besitz der Stadt übergehen, damit schnell mit der Vermarktung begonnen werden könne. Dies wird voraussichtlich im Frühjahr geschehen.

Mit den Stimmen von SPD und CDU wurden Falke Bergrath 40.000 Euro für die Errichtung eines Kleinspielfeldes zugebilligt. Die CDU änderte bei der Abstimmung ihre Meinung. Seine Fraktion habe sich vor Ort von der guten Jugendarbeit und der Notwenidkeit dieser Erweiterung überzeugt, so CDU-Fraktionsvorsitzender Bernd Schmitz.

Neben den Fußballern, die einmal mehr den größten Batzen Geld abbekamen, wurden auch der Förderverein Sportplatz Röhe und die Musiker der Kaafsäck bedacht. Für die Umgestaltung des Röher Sportplatzes gibt es in 2014 einen Zuschuss in Höhe von 4000 Euro und einen weiteren in gleicher Höhe – sofern alles wie geplant läuft – in 2015. Das neue Vereinsheim der Kaafsäck soll im kommenden Jahr fertiggestellt werden. 10 000 Euro stehen im Haushalt bereit. Erich Spies von der UWG sagte: „Wir dürfen nicht nur Sportvereine fördern.“

Die Grünen stimmten gegen die Zuschüsse: „Die Arbeit, die die Vereine verrichten, ist wichtig. Aber im Moment ist einfach kein Geld in der Stadt da – so leid uns das tut“, begründete Franz-Dieter Pieta die Haltung der Grünen.

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