„Stadtnest“ auf Stelzen nimmt schon Gestalt an

Von: Rudolf Müller
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Mit einem hölzernen Modell demonstriert der Künstler (Mitte), wie das „Stadtnest“ aussehen wird. Der rund sieben Meter hohe Unterbau entsteht auf der Seite liegend im Freien. Foto: Rudolf Müller
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Modelle und Skulpturen wie diese schmücken das Haus von Gert Jäger. Foto: Rudolf Müller
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Gert Jäger im Gespräch mit Kunstvereinsvorsitzender Nadine Müllers. Foto: Rudolf Müller
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Modelle und Skulpturen wie diese schmücken das Haus von Gert Jäger. Foto: Rudolf Müller
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Modelle und Skulpturen wie diese schmücken das Haus von Gert Jäger. Foto: Rudolf Müller

Eschweiler. Seine Skulpturen zieren den öffentlichen Raum unter anderem in Ratheim und Heinsberg, Übach-Palenberg, Erkelenz und Düsseldorf. Seine Werke waren in Ausstellungen zum Beispiel in Düsseldorf und Aachen, im niederländischen Maastricht und im polnischen Ozimek zu sehen.

Gut fünf Wochen noch, dann schmückt eine der Skulpturen des Heinsberger Künstlers Gert Jäger auch ein Stück Eschweiler: Sein „Stadtnest“ wird Blickfang auf der Mittelinsel des neuen Verkehrskreisel auf der Stolberger Straße, an der Stadtgrenze zur Kupferstadt.

Die Stadt als Nest – das vermittelt einladend Geborgenheit, Wärme. Die Zeiten, in denen man sich an der Stadtgrenze mit abschreckenden, massiven Stadttoren und ähnlichem gegen die Außenwelt abschirmen und zur Wehr setzen musste, sollten Vergangenheit sein, hatte Gert Jäger sinngemäß in der Erläuterung seines Entwurfs geschrieben, der die Jury – Vertreter des Kunstvereins, der Sparkassen-Kulturstiftung, unserer Zeitung, Professor Walter Dohmen als Kunstexperte sowie interessierte Leser unserer Zeitung und Besucher der Sparkasse – überzeugte. Sie wählte Jägers „Stadtnest“ mit deutlichem Vorsprung auf Platz 1 der eingereichten Skulpturenentwürfe.

Am 19. Oktober soll die gut sieben Meter hohe Stahl-Skulptur im Rahmen der Ausstellungsreihe „Wege zur Kunst“ ihrer Bestimmung übergeben werden. Jetzt nahm ein rundes Dutzend interessierter Mitglieder des Eschweiler Kunstvereins die Gelegenheit wahr, sich bei einem Besuch im Heinsberger Atelier von Gert Jäger ein Bild vom Stand der Arbeiten am „Stadtnest“ zu machen.

Und die, so gestand der Künstler ein, sind gar nicht so einfach. Für sein Atelier ist das Werk zu groß. Und weil er die hoch aufragende Skulptur nicht in einer Halle fertigen wollte, zu der er jedes Mal lange Anfahrten hätte in Kauf nehmen müssen, baute er sie auf seinem privaten Autostellplatz gleich neben seinem Wohnhaus im Heinsberger Stadtteil Horst (was ja auch nichts anderes als Nest bedeutet). Die Schwierigkeit – abgesehen vom weitgehend verregneten Sommer: Jäger baut es auf der Seite liegend. Und vertikale Ideen horizontal umzusetzen, das will gekonnt sein.

„Nestwärme“ aus der Steckdose

Im Atelier allerdings macht er sich an die Einzelteile der „Stadt“, deren Häuser sich später im „Nest“ um einen Kirchturm schmiegen. Das erste von einem runden halben Dutzend Häuser ist fertig und bereits verzinkt. „Das klappt wunderbar“, freut sich der 58-Jährige und erläutert seinen faszinierten Besuchern, wie die „Stadt“ demnächst auf dem „Nestboden“ installiert wird. Und dass sie – auch in der Dämmerung „Nestwärme“ ausstrahlend – mit Beleuchtung ausgestattet wird. Die Stromleitungen sind bereits beim Bau der Verkehrsinsel gelegt worden. Ein großer Betonköcher wird den Stelzen, auf die das „Nest“gebaut ist, als Fundament dienen.

Zahlreiche Skulpturen und Modelle aus der Jägerschen Ideenschmiede schmücken Haus und Garten von Gert Jäger. Die Eschweiler Kunstfreunde genossen die Gastfreundlichkeit des Künstlers und seiner Frau, um im besonderen Ambiente des Atelier- und Wohnhauses zu fachsimpeln.

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