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Stadtfest: Citymanagement-Vorsitzender mahnt Beteiligung an

Von: rpm
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Berge von Billigschuhen: Ramsch wie diesen soll es bei Eschweiler Stadtfesten künftig nicht mehr geben. Aber um Qualität zu bieten, ist die Mitarbeit möglichst vieler Eschweiler Händler nötig. Foto: Jana Röhseler

Eschweiler. Billigschuhe, soweit das Auge reicht. Daneben Plüschdecken, sprüchebedruckte T-Shirts der Gattung „Achtung, Kampftrinker!” Eine Ansammlung von Ramsch, wie sie das vergangene Stadtfest bot, soll es bei künftigen Festen nicht mehr geben.

„Wir sind selbst von der Flut dieser Dinge überrollt worden”, entgegnet Citymanagement-Vorsitzender Klaus-Dieter Bartholomy auf die zahlreichen Beschwerden von Stadtfestbesuchern und Einzelhändlern über den Niedergang desd Niveaus in der Innenstadt am zurückliegenden Wochenende.

Allerdings, so Bartholomy, haben nicht wenige Eschweiler Einzelhändler auch selbst Mitschuld an diesem Disaster: weil sie selbst nichts zum Gelingen von Stadtfesten beizutragen bereit seien. „Wir haben 61 Firmen speziell angeschrieben und sie unter Hinweis auf das Motto Blüten und Farben um Beteiligung gebeten.

Ergebnis: Ganze zwei waren mit einem Stand dabei”, sagt der Citymanagement-Chef. Zudem habe man zehn Wochen vor dem Fest generell alle Einzelhändler angeschrieben und sie mittels eines vorbereiteten Antwortformulars um Auskunft gebeten, wie sie sich ihren Beitrag zum Stadtfest vorstellen.

Kosten pro Stand: brutto 50 Euro. Das Ergebnis war mehr als bescheiden. Was nicht heißt, dass das Fest ein Reinfall für die örtlichen Händler gewesen sei: Die Inhaber gleich mehrerer „teurer” Läden, so Bartholomy, hätten ihm von Rekordumsätzen vorgeschwärmt.

„Je mehr Leute sich beteiligen, desto besser werden unsere Stadtfeste natürlich”, betont Bartholomy. „Dann könnten wir beispielsweise auch einmal die eine oder andere Musikgruppe für Stimmung sorgen lassen.”

Gelegenheit, vom „Trittbrettfahrer” zum aktiven Festmitgestalter zu mutieren, haben Eschweilers Einzelhändler bereits am 31. Juli: Dann plant der Citymanagementverein einen „Sommernachts-Einkauf”, vermutlich bis 22 Uhr. Mit Imbissständen und Getränke-Theken. Möglich ist das aber nur, wenn mindestens 70 Einzelhändler mit von der Partie sind: weil die Werbemaßnahmen für den Abend allein mit rund 7000 Euro zu Buche schlagen.

Bereits am 29./30. August gibt es wieder ein Stadtfest mit Autoschau, und auch fürs kommende Jahr ist ein Fest mit „Blüten und Farben” geplant: zum Ausklang einer „englischen Woche” Ende März. Aus gutem Grund: Anno 2010 feiern Eschweiler und Reigate & Banstead 25 Jahre Städtepartnerschaft.
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