Stadt und Schaustellerverband laden zur großen Indekirmes ein

Von: Rudolf Müller
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Freuen sich auf die Indekirmes 2010: Schaustellerin Marion Gehlen, Verbandschef Peter Loosen, Bürgermeister Rudi Bertram, Ordnungsamtsleiter Edmund Müller und Werbeagenturleiter Jörg Henke. Foto: Rudolf Müller

Eschweiler. Soll man ausgelassen feiern, wenn einem beim Blick aufs städtische Konto eher zum Heulen zumute ist? Gerade dann, sagt Bürgermeister Rudi Bertram. Und verteidigt einmal mehr die schon vor zwei Jahren einstimmig gefasste Entscheidung der Politik, dem Schaustellerverband die Platzmiete für die Kirmes auf dem Drieschplatz zu erlassen.

„Die Kirmes ist für mich ein Instrument des Stadtmarketings, das gerade in finanziell schwierigen Zeiten von ganz besonderer Bedeutung ist, um positive Signale auszusenden”, betont Bertram. Soll heißen: Wir lassen uns nicht unterkriegen, wir stellen etwas auf die Beine!

Im Fall Kirmes ist dies zweifelsohne gelungen: Die Terminverlegung aus dem Sommer gleich hinter den Öcher Bend bei gleichzeitigem Verzicht aufs Kassieren hat immer mehr Schausteller dazu gebracht, bei der Heimreise vom Öcher Bend gleich wieder die Abfahrt Eschweiler zu nehmen und hier zu vergleichsweise geringen Kosten ein Volksfest hinzustellen, von dem die Indestädter vor wenigen Jahren nur träumen konnten.

Der stete Niedergang alter Volksfesttradition hat sich ins Gegenteil verkehrt - inzwischen sind nicht nur die Indestädter mit ihrer Kirmes zufrieden, sie zieht auch immer mehr auswärtige Besucher an. „Die Kirmes steht auf gesunden Füßen”, freut sich Bürgermeister Rudi Bertram. „Sie ist noch nicht optimal, aber Schausteller und Besucher können zufrieden sein.”

Dass auch die nächste Kirmes ein Erfolg wird, davon gehen alle Beteiligten aus, wenn Rudi Bertram am kommenden Freitag um 16.30 Uhr den Rummel auf dem Drieschplatz mit dem traditionellen Freibier-Fassanstich eröffnet. Immerhin kann Schausstellerverbandschef Peter Loosen auch diesmal wieder mit einer ganzen Reihe attraktiver Geschäfte aufwarten.

Mit dabei: das brandneue „Flash”-Karussell des Herforder Schaustellers Thomas Weber, das erst vor wenigen Monaten auf dem Bremer Freimarkt seine Deutschlandpremiere feierte. Frei schwingende Gondeln am Drehkreuz eines langen Arms ermöglichen atemberaubende Salti in über 20 Metern Höhe.

Flammneu ist auch „Willy der Wurm”, ein langer Zug, in dem die meist jungen Besucher eine abwechslungsreiche Achterbahnfahrt über Berge und Täler unternehmen. Auch die Riesenrutsche verspricht Wellen puren Vergnügens. Autoscooter, „Beach-Party” und vieles mehr machen Langeweile unmöglich.

Abwechslungsreich, so verspricht Peter Loosen, ist auch das kulinarische Angebot der Indekirmes, die am Samstag zum „Tag der Jugend” einlädt, nachdem am Freitag bei Einbruch der Dunkelheit ein neu konzipiertes Feuerwerk den Himmel über dem Drieschplatz verzaubert. Dessen rückwärtiger Teil dient übrigens Kirmesbesuchern als Parkplatz zum Nulltarif.

Dass die Stadt den Schaustellerverband von Platzmietkosten verschont, heißt nicht, dass auch der Verband gegenüber seinen hier vertretenen Mitgliedern auf Standgeld verzichtet. Immerhin müssen davon Werbungs- und andere Kosten berappt werden.

Aber: Sollten die Einnahmen des Verbands die tatsächlichen Ausgaben überschreiten, kriegt die Stadt die Differenz. So flossen jetzt rund 1000 Euro von den Kirmessen 2008 und 2009 aufs Konto der Stadt. Für Schausteller-Verbandschef Peter Loosen eine optimale Lösung: „Dieses Modell ist bislang in der Bundesrepublik einzigartig!”
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