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St. Jöris alte Krippe wird in Aachen bestaunt

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Bereichert bis zum 6. Januar d
Bereichert bis zum 6. Januar den Aachener Krippenweg: die Kirchenkrippe aus St. Jöris.

Eschweiler. Die Krippe, die Jahrzehnte lang die Kirche in St. Jöris geschmückt hat, ist zurzeit auf dem Aachener Krippenweg zu bestaunen. Noch bis zum 6. Januar wird an rund 40 Stationen in ganz Aachen wieder regionale und internationale Krippenkunst auf höchstem Niveau geboten.

Gezeigt werden traditionelle Weihnachtskrippen aus verschiedenen historischen Epochen, zeitgenössische Künstlerkrippen und volkstümliche Weihnachtsdarstellungen aus vielen Kulturen. Zu finden sind die Krippen an öffentlich zugänglichen Standorten wie Schaufenstern von Geschäften, in kulturellen und kirchlichen Institutionen sowie in zahlreichen Aachener Kirchen und Klöstern.

Die Kirchenkrippe aus St. Jöris wurde um 1950 vom Aachener Pfarrer und Religionslehrer Arnold Walbert nach St. Jöris gebracht. Der Originalstall wurde von einem nicht näher bekannten Aachener Krippenbauer angefertigt und steht heute noch in der Pfarrkirche St. Georg zu St. Jöris. Der Stall, der mit der Krippe verliehen wird, wurde von Josef Büttgen gefertigt. Der Stall misst ungefähr 1 Meter mal 0,6 Meter in der Grundfläche. Die Höhe beträgt circa 50 Zentimeter. Die Figuren sind 31 Zentimeter groß.

Die wertvollen Figuren stammen von dem Münchener Künstler und Bildhauer Otto Zehentbauer. Die Figuren stammen vermutlich aus den 1930er Jahren. Es handelt sich um bewegliche Gliederpuppen, die in bäuerliche Kleider gekleidet sind. Sie sind aus Holz geschnitzt und farbig gefasst. Die größten Figuren messen 31 Zentimeter, die anderen sind proportional dazu angefertigt. Alle Figuren wirken sehr lebensnah und überzeugen durch eine starke Ausdruckskraft.

Pfarrer Walbert schenkte bei seinem Weggang 1954 Josef Büttgen, der damals Messdiener war und die Krippe schon in jungen Jahren aufbaute, die Krippe mit der Bitte, diese weiterhin in der Kirche aufzubauen. In den 1970er Jahren restaurierte er in mühevoller Kleinarbeit den Krippenstall. 2008 spendete ein St. Jöriser Gemeindemitglied neue Krippenfiguren und Büttgen nahm die Zehentbauer Figuren in seinen Besitz. Er baute die Krippe bis zum Jahre 2009 (später mit Hilfe seines Großneffen) auf. Im August 2010 verstarb er.
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