Eschweiler - St.-Antonius-Hospital: Praxisnahes Training macht Pflege leichter

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St.-Antonius-Hospital: Praxisnahes Training macht Pflege leichter

Von: thd
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Unterschreiben einen Vertrag v
Unterschreiben einen Vertrag voller Hilfe: Horst Schwering, Regionaldirektor im Kreis Aachen für die AOK Rheinland/Hamburg (von links), Alexandra Hansla, Dipl. Soz. Wiss. der Universität Bielefeld, Manfred Wüller, AOK Rheinland/Hamburg, Fachserviceleitung Pflege, Roswitha Brenner, Pflegedirektorin, Monika Conzen, Elmar Wagenbach und Bärbel Wohlert. Foto: Theres Dickmeis

Eschweiler. Demographischer Wandel betrifft mittlerweile jeden. Die Gesellschaft wird immer älter. Vor allem aber beim Pflegedienst macht sich dies bemerkbar. Betroffene Familien sind meistens überfordert und wissen mit der Situation nicht so recht umzugehen.

Vor diesem Hintergrund hat die Universität Bielefeld in Kooperation mit der AOK Rheinland/Hamburg das Modellprogramm „Familiale Pflege” ins Leben gerufen. Auch das St.-Antonius-Hospital schließt sich dem Projekt an, um Menschen die Betreuung der eigenen Familie ermöglichen zu können.

Das Hauptziel des Projekts umfasst die Begleitung und Kompetenzförderung von pflegenden Angehörigen durch das Krankenhaus in die poststationäre Pflege. Das Angebot ist unabhängig von der Krankenkassenzugehörigkeit kostenfrei und umfasst fachliche Betreuung von Familien und Angehörigen.

In Eschweiler werden Bärbel Wohlert und Monika Conzen von der Pflegeberatung wie Informationen und Ratschlägen über die häusliche Pflege mit den Angehörigen bereits während des Krankenhausaufenthaltes ein individuelles Pflegetraining durchführen und praxisnah schulen, um den Alltag zu bewältigen. Die 30- bis 45- minütigen Trainingseinheiten richten sich ganz nach den eigenen Bedürfnissen der Patienten und Angehörigen. Bis zu sechs Wochen nach Entlassung des Patienten kann ein Training auch zu Hause durchgeführt werden.

Breites Hilfsangebot

„Wir arbeiten sehr eng mit der regionalen AOK zusammen und die Information des Projekts ,Familiale Pflege erreichte uns recht schnell”, erläuterte der stellvertretende Pflegedirektor Sebastian Heilsberger. „Die Struktur des Projekts wollen wir uns zu Nutzen machen, da wir durch unsere Pflegeberatung mit Bärbel Wohlert und Monika Conzen gute Mitarbeiter haben. Die Einführung bringt also kein Wagnis mit sich, da wir nur profitieren können.”

Bei der Unterzeichnung des Kooperationsvertrags sahen die Partner den Einsatz ebenfalls als großen Nutzen. Als Ergänzung zum Pflegetraining bietet das St.-Antonius-Hospital ab Mai für betroffene Familien Initialpflegekurse an. Dabei werden nicht nur pflegerische Handlungen geübt, sondern auch Unsicherheiten und Ängste abgebaut, indem das Selbsthilfepotential gestärkt wird. Aber auch der Austausch mit anderen Betroffenen gehört zum Kurs, sowie Informationen über sozialrechtliche und psychosoziale Themen.

Für Betroffene werden diese Kurse viel Hilfe bedeuten, denn meistens sind die Familien unerfahren und über jede helfende Hand froh, die ihnen zur Seite steht.
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