Sportler machen Zuschüssen den Weg frei

Von: ran
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Geschafft! Der Stadtsportverba
Geschafft! Der Stadtsportverband Eschweiler ist gegründet. Mit dem Vorsitzenden Christoph Herzog (Mitte), dessen Vertreter Willi Schmitz (3. v. l.) und Geschäftsführer Helmut Brief (3. v. r.) freuen sich Günter Kuckelkorn, Martin Wonik, Axel Wirtz und Dieter Kamp (v. l.). Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Eschweiler hat einen Stadtsportverband! Während der Gründungsversammlung am Montagabend votierten die Vertreter von 39 Vereinen, die der Einladung in den Ratssaal gefolgt waren, zunächst bei einer Enthaltung mit 38 Ja-Stimmen für den von einer Kommission und der Verwaltung gemeinsam erarbeiteten Satzungsentwurf, um wenig später auch den Vorstand zu bestimmen.

Zum Vorsitzenden wurde einstimmig Christoph Herzog (Wasserfreunde Delphin) gewählt. Seine Stellvertreter sind Willi Schmitz (Eschweiler FV) und Willi Greven (Germania Dürwiß). Das Amt des Geschäftsführers übernimmt Helmut Brief (Germania Dürwiß), als Schatzmeister wird Wolfgang Peters (Segelklub Eschweiler) fungieren.

Ein Beschluss des Landessportbundes, nachdem alle Sportvereine in Zukunft mindestens einem Fachverband und, nicht mehr oder, einem Stadtsportverband, einem Kreissportbund oder einem Regiosportbund angehören müssen, wenn sie weiterhin Leistungen des Landessportbundes erhalten wollen, machte die Entscheidung pro Stadtsportverband für die inde-städtischen Sportvereine nahezu unumgänglich. Eigentlich gilt diese Regelung bereits seit Anfang des Jahres, doch 2011 wird noch als Übergangsjahr angesehen.

Ohne einen Stadtsportverband gäbe es aber ab dem 1. Januar 2012 keine Zuschüsse mehr. „Wir benötigen eine Organisation, die gewährleistet, dass in Eschweiler der Vereinssport weiterhin gefördert wird”, betonte auch Bürgermeister Rudi Bertramr. „Sport integriert und fördert sowohl das soziale Verhalten als auch die Gesundheit unzähliger Menschen”, benannte er Aspekte, die über das Gewinnen oder Verlieren hinaus gehen.

Dieter Kamp, Rechtsreferent der Stadt Eschweiler, gab vor der Abstimmung noch einige Hinweise zum Satzungsentwurf. So erläuterte er, dass laut Paragraph 4 Absatz 2 ausschließlich gemeinnützige Vereine Mitglied des Stadtsportverbands werden können. „Dabei handelt es sich um eine Vorgabe des Landessportbundes”, machte er deutlich. Darüber hinaus berichtete er, dass das Thema „Stimmrecht” heiß diskutiert worden sei. „Schließlich entschieden die Kommissionsmitglieder, im Satzungsentwurf jedem Verein unabhängig seiner Mitgliederzahl eine Stimme zu geben.

Rechtlich möglich wäre auch gewesen, mitgliederstarken Vereinen ein größeres Gewicht gegenüber mitgliederschwächeren Vereinen einzuräumen”, so Dieter Kamp.
Den Blick nach vorne richtete Manfred Wonik, stellvertretender Vorsitzender des Landessportbundes. „Ich bin davon überzeugt, dass sich diese Gründung lohnen wird. Vielleicht noch nicht in sechs Wochen, aber in zwei bis drei Jahren werden die Vereine in Eschweiler die Vorteile spüren.”

Den Vereinsvertretern Mut machte auch Axel Wirtz als Vorsitzender des Sportausschusses im Landtag. „Wenn Unterstützung vom Land benötigt wird, meldet euch”, so der Christdemokrat. Ottmar Krauthausen, Vorsitzender des Sportausschusses der Stadt Eschweiler, dankte allen an der Vorbereitung der Gründungsversammlung Beteiligten und nahm die Worte des Landespolitikers auf. „Lasst Gelder fließen”, richtete der Sozialdemokrat einen Wunsch an den Landessportbund und sprach damit wohl allen Vereinsvertretern aus dem Herzen.

Auf Nachfrage erläuterte Christoph Herzog noch einmal die Vorgehensweise des Stadtsportverbandes in Sachen Mitgliederbeiträgen. „Im Gründungsjahr wird kein Beitrag erhoben. Ob dies in Zukunft der Fall sein wird, und wenn ja, in welcher Höhe, entscheidet allein die Mitgliederversammlung”, so der erste Vorsitzende des Eschweiler Stadtsportverbandes.
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