Eschweiler - Spielen mit der Ersatzoma? Aber sicher!

Spielen mit der Ersatzoma? Aber sicher!

Von: Sonja Essers
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Spielen mit der Ersatzoma: Das klassische Familienmodell gibt es nicht mehr. Aus diesem Grund startet der Sozialdienst katholischer Frauen das Projekt Familienpatenschaften. Foto: stock/epd
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In der vergangenen Woche stellten Carmen Rosendahl-Küpper (links) und Petra Kogel das neue Projekt des Sozialdienstes katholischer Frauen (Skf) vor: die Familienpaten. Foto: Sonja Essers

Eschweiler. Es soll ein Gewinn für beide Seiten sein: das neue Projekt des Sozialdienstes katholischer Frauen (Skf). In der vergangenen Woche stellten Carmen Rosendahl-Küpper und Petra Kogel den neuen Arbeitsbereich vor.

Dieser trägt den Namen Familienpaten und soll vor allem für eins sorgen: Entlastung. „Das klassische Familienmodell gibt es heute kaum noch“, sagt Rosendahl-Küpper. Viele Familien seien auf sich allein gestellt. Großeltern, die die berufstätigen Eltern entlasten? Fehlanzeige.

Absprachen sind wichtig

„Viele Familien haben Verwandte und Bekannte, die nicht in der Nähe leben und deshalb auch nicht mal schnell helfen können“, sagt Rosendahl-Küpper. In diesen Fällen kommen die sogenannten Familienpaten ins Spiel. Als Ersatzomas oder -opas haben sie die Möglichkeit, Zeit mit dem Nachwuchs zu verbringen.

„Es gibt wirklich sehr viele Menschen, die sich gerne ehrenamtlich engagieren möchten“, meint Carmen Rosendahl-Küpper und Petra Kogel ergänzt: „Wir haben bereits vier oder fünf Menschen, die als Familienpaten tätig sein möchten.“ In Aachen und Düren sei diese Form des Ehrenamts sehr beliebt und werde auch von Familien gerne in Anspruch genommen.

Rosendahl-Küpper und Kogel ist vor allem wichtig, dass es Absprachen zwischen den Familien und den Ehrenamtlern gibt. „Die Ehrenamtlichen nehmen sich für die Familien Zeit, aber es ist kein Babysitterdienst und auch keine Erziehungs- oder Haushaltshilfe“, macht Kogel deutlich.

Sie kümmert sich ab sofort um die Vermittlung zwischen den Familien und den Ehrenamtlern. Dabei müsse zu Beginn stets geklärt werden, welchen Bedarf die Familie habe. Auch die Ehrenamtler sollen vor einem Zusammenkommen ihre Bedürfnisse äußern.

Regelmäßige Fortbildungen

„Wir begleiten das Kennenlernen, ziehen uns aber danach erst einmal zurück“, sagt Kogel und fügt hinzu: „Falls es Fragen oder Schwierigkeiten gibt, stehen wir natürlich jederzeit gerne zur Verfügung.“ Der Skf will auch regelmäßige Fortbildungen für die Ehrenamtler anbieten. Dazu zählen nicht nur Erste-Hilfe-Kurse, sondern auch pädagogische und kreative Angebote.

Rosendahl-Küpper und Kogel sind der Meinung, dass nicht nur die Familien von dem neuen Projekt profitieren. „Ich bin mir sicher, dass viele Ehrenamtler einen Gewinn aus dieser Tätigkeit ziehen können“, meint Rosendahl-Küpper. Schließlich gebe es viele jung gebliebene Rentner, die selbst keine Großeltern sind, aber gerne Oma und Opa wären. Besondere Voraussetzungen müssen die Paten nicht mitbringen. Jedoch sollten sie, laut Rosendahl-Küpper und Kogel, unvoreingenommen und offen sein. „Ich kann natürlich auch sein, dass es zu einer gewissen Belastbarkeit kommt. Das wollen wir nicht verschweigen“, meint Rosendahl-Küpper. Besonders wichtig seien jedoch die Neugier und Freude neue Menschen kennenzulernen und sich auf etwas Neues einzulassen.

Geplant ist auch ein regelmäßiges Treffen der Ehrenamtler, bei dem sie sich austauschen können. „Das haben wir bereits in anderen Bereichen und es funktioniert super“, sagt Kogel. Sie freut sich bereits auf das neue Projekt und hofft gemeinsam mit Rosendahl-Küpper auf viele Familien und Ehrenamtler. „Die Erfahrungen, die unsere Kolleginnen in anderen Städten gemacht haben, sind durchweg positiv“, sagt Rosendahl-Küpper. Warum sollte das nicht auch in der Indestadt der Fall sein?

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Interessierte (Familien und Paten) können sich telefonisch unter Telefon 609180 oder per E-Mail unter sozialdienst@skf-eschweiler.de an Petra Kogel wenden.

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