Eschweiler - Spells faszinierende Photogramme des eigentlich Unsichtbaren

Spells faszinierende Photogramme des eigentlich Unsichtbaren

Von: ran
Letzte Aktualisierung:
spellvorfo
Will die Grenze zwischen Medizin und Kunst bis zur Unkenntlichkeit verwischen: Prof. Hans-Wolfgang Menges alias Spell.

Eschweiler. Mit der Ausstellung „Diagnose - Kunst/Kunst - Diagnose” von Prof. Hans-Wolfgang Menges alias „Spell” setzt der Eschweiler Kunstverein sein Programm fort. Die Ausstellung wird am Sonntag, 5. September, um 11 Uhr in der Städtischen Kunstsammlung im Kulturzentrum Talbahnhof eröffnet und dauert bis zum 19. September. Die Einführung übernimmt Professor Dr. Dieter Alexander Boeminghaus.

Hans-Wolfgang Menges, 1946 in Heidelberg geboren, lebt und arbeitet (künstlerisch) in Aachen. Nach dem Abitur absolvierte er das Studium der Malerei an der Kunstakademie in Mannheim bei Berger-Bergner und in verschiedenen Ateliers. „Spell” ist Gründungsmitglied des 1. Freien Symposion der abstrusen Künste in Mannheim.

Von 1969 bis 1971 studierte er an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf bei Josef Beuys, zeitgleich belegte er die Studiengänge Psychologie und Humanmedizin in Heidelberg und Düsseldorf. Anschließend durchlief er die Ausbildung zum Chirurgen an der Universitätsklinik Mannheim. Von 1995 bis Juni 2010 war er Chefarzt der Chirurgischen Klinik am St.-Antonius-Hospital in Eschweiler.

Spell ist Mitglied des Berufsverbandes Bildender Künstler (BBK) Baden-Württemberg und Vizepräsident der Europäischen Vereinigung Bildender Künstler (EVBK). In zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland waren und sind seine Werke zu besichtigen. Ebenso sind zahlreiche seiner Bilder Teil öffentlicher und privater Sammlungen.

Zu seinen neuen Werken äußert sich Spell so: „Mit Röntgenbildern verbindet jeder bildhafte Assoziationen, zumeist Krankheitserfahrungen und nicht selten auch Todesvorstellungen. Die Collagierung von Röntgenbildern in Form von Zeitungs- und typographischen Fragmentmontagen steigert die optische Wirkung und verlangt vom Betrachter eine intensive Auseinandersetzung.

Was sind nun Photogramme im Gegensatz zu Photographien? Photographien bilden Oberflächen jeder Art ab. Photogramme aber sind durch Röntgenstrahlen entstandene Photographien des Unsichtbaren, kameralos aufgenommene Abbildungen von Formen und Objektdichten. Das ist ein massiver Vorstoß ins Unerkennbare und dennoch ein wichtiger Aspekt der Wirklichkeit.

Die Objekte erhalten eine eigene Ästhetik. Nicht selten ist dabei diese Ästhetik aber auch eine Ästhetik des Schreckens. Aber auch dies ist eine Realität. Die Grenze zwischen Medizin und Kunst bis zur Unkenntlichkeit zu verwischen, erlebe ich als Bewusstseinserweiterung. Dies ist für mich ein kapitales Anliegen.”

Die Werke von Spell werden zwischen dem 5. und 19. September freitags von 16 - 18 Uhr, samstags zwischen 11 und 13 Uhr sowie sonntags zwischen 11 und 13 Uhr sowie von 16 bis 18 Uhr in der städtischen Kunstsammlung im Talbahnhof zu sehen sein.
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