Eschweiler - SPD will die Kastrationspflicht für freilaufende Katzen und Kater

SPD will die Kastrationspflicht für freilaufende Katzen und Kater

Von: smb
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Eschweiler. Die Kapazitäten vieler Tierheime sind längst ausgereizt. „Trotz erheblicher Kastrations- und Versorgungsbemühungen der Tierschutzvereine konnte die Zahl der ausgesetzten, herrenlosen und verwildert lebenden Katzen und die damit einhergehenden Probleme nicht reduziert werden”, formuliert es der Tierschutzverein für Aachen und Umgebung.

Die betroffenenen Tiere würden sich unkontrolliert fortpflanzen und müssten teilweise unter erbärmlichen und tierschutzwidrigen Umständen ihr Leben fristen.

Nicht selten würden ganze Würfe aufgefunden. Tierheime könnten die vielen Katzen nicht mehr aufnehmen und auch die ehrenamtlichen Tierschützer würden häufiger an ihre Belastungsgrenzen stoßen. Die Kosten für Unterbringung und ärztliche Verpflegung sind hoch.

Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt hat daher einen Antrag gestellt, demzufolge sie eine Kastrations- und Kennzeichnungspflicht für freilaufende Katzen in Eschweiler etablieren möchte. Sie sei, so die SPD in ihrem Antrag, in mehreren Kommunen im Gespräch, Paderborn und Delmenhorst haben sie bereits umgesetzt. In Paderborn ist die Pflicht in die Verordnung zur Aufrechterhaltung der Öffentlichen Sicherheit aufgenommen worden, in Delmenhorst wurde eine eigene Verordnung erlassen. Als Begründung liegt dem Antrag das genannte Schreiben des Tierschutzvereins bei.

Wie zwingend notwendig die Kastrationspflicht ist, verdeutlicht der Tierschutzverein darin anhand eines Rechenbeispiels: Katzen werden mit etwa fünf bis sieben Monaten Geschlechtsreif. von da an können sie zweimal pro Jahr tragen und dabei jeweils drei Junge zur Welt bringen. „Pflanzen diese sich weiterhin so fort, entsteht aus zwei Katzen nach fünf Jahren eine Population von etwa 12.000 Tieren.”

Nach den Vorstellungen des Tierschutzvereins sollen alle Halter, deren Katze oder Kater Zugang ins Freie hat, ihre Tiere bis zum sechsten Lebensmonat unfruchtbar machen lassen. Ausnahmen müssen nach Vorstellung der Tierschützer beim Ordnungsamt beantragt werden und sind nur zu Zuchtzwecken oder in speziellen medizinisch nicht verantwortbaren Fällen zugelassen. Für Bauernhöfe sehen die Tierschützer keine Ausnahmen vor. Für sie gelten auch Menschen, die freilaufende Katzen füttern, als Katzenhalter. Um eine Kontrolle zu ermöglichen, sollen Katzen nach Vorstellung des Vereins mit Mikrochips gekennzeichnet und in einem zentralen Haustierregister angemeldet werden.
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