SPD stellt Kandidaten für das städteregionale Parlament vor

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SPD-Stadtverbandsvorsitzender Stefan Kämmerling (Mitte) und das Kansdidatenquartett für den Stadteregionstag: René Maßen, Kristina Klinkenberg, Christiane Karl und Andreas Vroels (von links). Foto: J. Röhseler

Eschweiler. Mit jeweils einstimmigen Voten haben die Personalfindungskommission und der Stadtverbandsvorstand der Eschweiler SPD ihre Städteregionskandidaten nominiert. Am Sonntag stellten Eschweilers Sozialdemokraten nun ihre vier Vertreter für das im Frühjahr zu wählende städteregionale Parlament der Öffentlichkeit vor.

Und dabei gab es durchaus die eine oder andere Überraschung, denn man will mit gleich drei neuen Gesichtern überzeugen. Erneut tritt Christiane Karl an. Sie gehört dem Städteregionstag bereits seit 2009 an und ist als stellvertretende Städteregionsrätin auch Mitglied des Fraktionsvorstands. Kommunalpolitische Erfahrung sammelte sie zuvor auch bereits im Eschweiler Stadtrat.

Als Mitglied des SPD-Unterbezirksvorstands und langjährige Unterbezirksvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen, gilt sie als in der Region bestens vernetzt. Neben den zahlreichen repräsentativen Aktivitäten als stellvertretende Städteregionsrätin in den zehn angehörigen Kommunen, besetzt Karl inhaltlich die Themen, Familie, Kinder und Frauen.

Einen Wechsel von der Stadt- in die Kreispolitik strebt Kristina Klinkenberg an. Seit 2009 gehört die Selbständige dem Rat der Stadt Eschweiler an und sammelte dort zuvor auch bereits als Sachkundige Bürgerin im Sportausschuss Erfahrung. Sie gehört dem Unterbezirksvorstand der SPD an und ist amtierende Unterbezirksvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen. Aktiv ist sie zudem auf Unterbezirksebene in der Arbeitsgemeinschaft Selbständige der SPD. Sie vertritt die Themen Wirtschaft, Finanzen und Frauen.

René Maaßen zieht es erstmalig in ein Kommunalparlament. Der 32 Jahre alte Studienrat an einem Berufskolleg gehört dem Stadtverbandsvorstand der indestädtischen SPD an und hat ebenfalls bereits kommunalpolitische Erfahrung. Als Sachkundiger Bürger gehört Maaßen zurzeit dem Eschweiler Sportausschuss an. Sport spielt auch in seiner Freizeit eine Rolle, wenn er als Geschäftsführer für den SCB Laurenzberg 1932 e.V. unterwegs ist. In der neuen Städteregionsfraktion soll er die Themen Jugend, Schule und Sport mitverantworten.

Der Jüngste im Reigen der vier Bewerber ist der 22 Jahre alte Industriekaufmann Andreas Vroels. Der Pressesprecher der Eschweiler Jusos ist zudem in der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen aktiv sowie Mitglied seines SPD-Ortsvereinsvorstands. Arbeitnehmerrechte beschäftigen ihn auch in seiner Freizeit. So gehört er u.a. dem Ortsjugendausschuss der IG Metall an. Vroels, der den Altersdurchschnitt einer neuen SPD-Fraktion wohl erheblich senken dürfte, soll in dieser die Themen Wirtschaft, Verkehr und Schule mitgestalten.

Thema Kommunalfinanzen

Stadtverbandsvorsitzender Stefan Kämmerling: „Mit unserem Personalangebot bieten wir eine ausgeglichene Mischung aus Erfahrung und Ambitionen. Wir stellen niemanden auf, der wie Kai aus der Kiste kommt. Alle unsere Kandidaten, egal wie jung, haben sich bereits in Funktionen bewährt und konsequent auf das Mandat vorbereitet.“

Auch inhaltlich wurde die SPD bei ihrer Personalvorstellung. Einen Masterplan Industrie fordert man für die Städteregion und verbindet damit eine Unterstützung des Arbeitsmarktes. Unter der Überschrift „Soziale und integrative Region“ will man das Jobcenter stärken, um mehr Menschen in Arbeit zu vermitteln. ÖPNV und SPNV zu stärken, dem verschreibt man sich bei den Sozialdemokraten ebenso wie der Förderung des Tourismus in der Städteregion. Das Integrierte Klimaschutzkonzept (IKSK) wollen die Genossen fortschreiben und die Städteregion als klimafreundliche Region etablieren. Bezahlbare Energie- und Wasserversorgung soll durch verstärkte Kooperationen der regionalen Energieversorger gesichert werden.

Nicht zu kurz kommt auch das Thema Kommunalfinanzen. 25 Prozent aller städtischen Einnahmen überweist die Stadt Eschweiler an die Städteregion, rechnen Eschweilers Sozialdemokraten vor. Dass in gleichem Maße Aufgaben für die Stadt übernommen würde, könne man bei weitem nicht erkennen. Überhaupt fehlt den Genossen eine angemessene Beteiligung der Städteregion an der Konsolidierung des städtischen Haushalts.

„Städteregionsrat Etschenberg predigt als Kommunalaufsicht im Eschweiler Rathaus Wasser, im Städteregionshaus angekommen gibt es dann aber wieder Wein“, spielt Stadtverbandsvorsitzender Kämmerling auf die aus seiner Sicht mangelnden Sparbemühungen der Städteregion an. Kämmerling weiter: „Reichen die Mittel der Städteregion nicht aus, wird einfach die Umlage erhöht und Eschweiler guckt wieder in die Röhre. Wie wäre es denn mal mit einem freiwilligen Haushaltssicherungskonzept?“

Im kommenden Jahr soll Eschweiler ca. 30 Mio. Euro Umlage überweisen. Das entspricht etwa den kompletten städtischen Gewerbesteuereinnahmen. Die vier Städteregionskandidaten der Eschweiler SPD sollen sich in der Wahlperiode 2014-2020 auch dafür einsetzen, dass die Städteregion bei ihrer Haushaltsgestaltung Rücksicht auf die Konsolidierungsbemühungen der Mitgliedskommunen nimmt.

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