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SPD gründet ihre Arbeitsgemeinschaft neu

Von: ran
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Hat in der nahen Zukunft viel vor: der neugewählte Vorstand der AG 60 plus im SPD-Stadtverband Eschweiler um den Vorsitzenden Siegward Pien (4. v. r.) sowie dessen Stellvertreter Angelika Köhler (5. v. l.) und Peter-Heinz Bauer (2. v. r.). Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Es war quasi eine „Wiedergründung“, denn seit dem Rücktritt des Vorsitzenden Jakob Bündgen vor rund eineinhalb Jahren waren die Aktivitäten der Arbeitsgemeinschaft 60 plus im SPD-Stadtverband Eschweiler doch stark eingeschränkt. Während der Mitgliederversammlung am Donnerstagabend in der Gaststätte „Mexi´s Party Eck“ wählten die Genossen nun einstimmig Siegward Pien zum neuen Vorsitzenden.

Ihm als stellvertretende Vorsitzende zur Seite stehen werden Angelika Köhler und Peter-Heinz Bauer. Die Ämter des Schriftführers sowie seines Stellvertreters bleiben zunächst vakant. Den Vorstand komplettieren die Beisitzer Carlos da Mota, Inge Wohlfahrt, Helga Grimmer, Günter Haupts, Edeltraut Lindner, Manfred Dickmeis, Willi Schleip, Neithard Schmidt und Resi Charras.

Seit 46 Jahren ist Siegward Pien, der dem Ortsverein Dürwiß angehört, Mitglied der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Als neuer Vorsitzender der AG 60 plus hat er sich nun einiges vorgenommen: „Ich möchte die Bezeichnung Arbeitsgemeinschaft in den Vordergrund rücken. Dazu gehört auch, dass wir uns öffnen. Ziel muss es sein, neue Mitglieder zu gewinnen“, so Siegward Pien. Die AG sei einst geründet worden, als die ersten Arbeitnehmer mit 60 Jahren in Rente gingen. Inzwischen würden aber zahlreiche Menschen früher in den Ruhestand versetzt. „Diesen Personenkreis gilt es anzusprechen, ob Bereitschaft vorhanden ist, mitzuarbeiten.“

Als persönliche Aufgabe sieht Siegward Pien, Menschen, die aus der SPD ausgetreten sind, für die Partei zurückzugewinnen. Ebenso gelte es, Kooperationen mit der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF), den Jungsozialisten (Jusos) oder der Arbeiterwohlfahrt wieder zu verstärken.

Als Gastredner stellte sich während der Mitgliederversammlung mit Stephan Löhmann der neue Vorsitzende des Sozial- und Seniorenausschusses vor. Er lud den neuen Vorsitzenden der AG 60 plus ein, an Gesprächen im Vorfeld der Ausschusssitzungen teilzunehmen und betonte, dass Seniorenpolitik in Eschweiler eine wichtige Rolle spiele. „Wir investieren trotz der schwierigen Haushaltssituation der Stadt und kürzen keine freiwilligen Leistungen“, so das SPD-Stadtratsmitglied. So erhielten Vereine und Verbände, Altentagesstätten, aber auch Institutionen wie Kleider- und Möbelkammern oder die Eschweiler Tafel finanzielle Unterstützung. Auch die Mitfinanzierung einer halben Sozialarbeiterstelle beim Sozialdienst katholischer Frauen stehe auf der Habenseite.

„In Sachen Pflegeinfrastruktur ist die Stadt Eschweiler durch Pflegedienste, betreutes Wohnen sowie stationäre Einrichtungen gut aufgestellt“, erklärte Stephan Löhmann.

Im Bereich der Pflegewohngemeinschaften sei Eschweiler gar Vorreiter innerhalb der Städteregion Aachen. Auch die Existenz zweier städtischer Seniorenzentren (Marien- und Quellstraße) sei keinesfalls selbstverständlich. Darüber hinaus sei die Barrierefreiheit in der Innenstadt für die Eschweiler Senioren ein wichtiges Thema. „Diese müssen wir weiterentwickeln. Momentan gibt es noch einige Schwachstellen“, räumte der Ausschussvorsitzende ein.

Im übrigen nahm Stephan Löhmann gerne die Anregung von Versammlungsleiter Claus-Dieter Härchen auf, sich während einer Klausurtagung noch einmal gemeinsam mit den Mitgliedern der AG 60 plus weiteren Themenfeldern der Seniorenpolitik zu widmen. In abschließenden Worten unterstrich Stephan Löhmann, dass die Senioren eine wichtige Stütze der Gesellschaft seien: „Ohne die Menschen über 60 wären zum Beispiel viele Vereine gar nicht lebensfähig. Und da 22 Prozent der Eschweiler Bevölkerung über 65 Jahre alt sind, bildet diese Gruppe auch eine starke politische Kraft.“

Als SPD-Stadtverbandsvorsitzender sprach auch der Eschweiler Landtagsabgeordnete Stefan Kämmerling ein kurzes Grußwort. „Nach einer längeren Phase, in der die Dinge stockten, freue ich mich, eine stattliche Anzahl von Genossen hier vor Ort zu sehen“, drückte er seine Hoffnung aus, dass die AG 60 plus wieder eine starke Kraft innerhalb der Eschweiler SPD werde.

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