Spanische Klänge gegen die Kälte

Von: na
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Brachten dem Kultursommer das
Brachten dem Kultursommer das erwünschte Sommergefühl: Aki und Adi Hurtado-Carrasco als spanisches Akustik-Duo „Los Meles”. Foto: Nils Aßmus

Eschweiler. Den Beginn der Veranstaltungsreihe „Kultursommer im Talbahnhof” hatten sich wohl Gäste, Künstler und auch der Veranstalter in einem Punkt deutlich anders vorgestellt. Anstatt die Musik des Akustik-Duos „Los Meles” unter freiem Himmel im Biergarten des Talbahnhofs genießen zu können, musste man aufgrund des launenhaften Wetters vorsichtshalber nach drinnen umziehen.

Der musikalischen Darbietung der beiden Brüder Adi und Aki Hurtado-Carrasco tat dies allerdings keinen Abbruch. Bereits beim zweiten Song am Sonntagmittag unterstützte das Publikum die „Los Meles” lautstark mit rhythmischem Klatschen.

Zwar sind die beiden Musiker bereits in Eschweiler geboren, aber ihre spanischen Wurzeln werden im Rhythmus-Gefühl und dem virtuosen Gitarrenspiel mehr als deutlich. Das Programm der beiden beschäftigte sich vor allem mit Covern spanischer -und spanischsprachiger Stücke.

Darunter gab es natürlich Hits wie „Vayamos Companeros”, bei dem das Publikum sogar mitpfeifen konnte. Dabei ergänzten sich die beiden Brüder sowohl im mehrstimmigen Gesang, wie auch in ihrem Gitarrenspiel grandios. Aki und Adi Hurtado Carrsco boten dem sehr gut besuchten Talbahnhof am Sonntagmittag eine musikalische Virtuosität, die vor allem zeigte, dass es nicht nur irgendwo in der weiten Welt begnadete Musiker gibt, sondern auch in Eschweiler.

Im mehr als zweistündigen Programm kam das Publikum voll auf seine Kosten. Viel geredet haben „Los Meles” nicht, sie ließen einfach ihre Stimmen und ihre Gitarren sprechen. Auch Klassiker der Musikgeschichte, wie „Hotel California” von den Eagles verarbeiteten die beiden Künstler auf ihre Art. Das Tempo war höher, die Gitarrensoli noch ein bisschen anspruchsvoller, und der Rhythmus war natürlich lateinamerikanisch.

Für gute Laune sorgte aber auch ein Cover von Matthias Reims Hit „Verdammt ich lieb dich”, der sich auf spanisch genauso hören lassen kann wie auf deutsch.

Den ein oder anderen Refrain musste man aber dann doch auf deutsch singen, was auf regen Zuspruch bei den Zuschauern stieß, die sofort mit einstimmten. Natürlich musste es auch einige rein instrumentale Stücke geben, bei denen Aki und Adi Hurtado-Carrasco unter Beweis stellten, dass sie die Flamenco-Technik auf ihren Saiteninstrumenten bis zur Perfektion gebracht haben. Die Akkordbegleitungen, die durch die spezielle Anschlagtechnik eines Flamenco-Gitarristen besonders komplex werden können und damit unverwechselbare Rhythmen schaffen, ließen die Füße der Zuhörer ständig im Takt mitwippen. Die Soli und Melodiestücke zauberten den Zuschauern nicht nur einmal mit ihrer Schnelligkeit und gleichzeitig melodischen Tonfolgen erstaunte Ausdrücke auf die Gesichter.

Mit ihrem Auftritt brachten „Los Meles” dem Kultursommer im Talbahnhof das gewünschte Sommergefühl, das sich von den ersten Tönen bis zum Abschluss des Konzerts bei allen Zuhörern einstellte und das momentane Wetter, im wahrsten Sinne, einfach überspielte.
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