So verkraftet Fastelovend sogar ein „Helau!”

Von: Andreas Röchter
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Fulminante Darbietung: Die Tanzgruppe der Blauen Funken riss die Jecken im Saal von ihren Stühlen. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Es war ein Abend, an dem alles möglich wurde! Selbst ein fröhliches „Helau” (!) brachten hunderte Fastelovendsjecke während der Sitzung der KG Blaue Funken Artillerie über die Lippen. Doch der Reihe nach: Um Punkt 20.11 Uhr marschierte das stolze Funkenkorps mit dem glänzend aufgelegten Präsidenten Marc Engelhardt in die Delio-Arena ein.

Die Exerziergruppe sattelte ihre Rösser und Kommandant Harry Schmitz vermeldete: „111 Funken angetreten.” Der Regimentsspielmannszug „Grün-Weiß” gab gleich mit „Schön ist das Leben” das Motto des Abends vor, das vom neuen Tanzmariechen Sarah Freialdenhofen beeindruckend unterstrichen wurde. Das ehemalige Funkenkind bot zu Klängen aus „Fluch der Karibik” einen fantastischen Premierentanz und wurde mit Ovationen gefeiert.

Dann hieß es „Bühne frei” für zwei alte Hasen. Das „Koffer-Duo” mit dem Kölner Werner Ruhnau und dem Düsseldorfer Hermann Schmitz stellte unter Beweis, dass sich auch Menschen aus verschiedenen Welten glänzend verstehen können. So wünscht sich Werner Ruhnau Geld zu haben wie die Aldi-Brüder und ein Gesicht zu haben wie sein Kollege. „Wenn ich so reich bin, ist es mir doch egal, wie ich aussehe.” Ein vielfaches Alaaf und ein anderer Gruß (siehe oben) belohnte das Duo. „De Fröngde” ließen anschließend mit „Komm loss mer fiere”, „Viva Colonia” und „Jott sei Dank, ich bin dich loss” das Stimmungsbarometer weiter steigen. Esprit und Charme versprühten Maike Uber und Torsten Modschink als Tanzpaar der Blauen Funken.

Von den Stühlen gerissen

Büttenredner Alfred Wings fragte anlässlich des 17. Geburtstages seiner Tochter verzweifelt „Was macht mein Kind mit mir?”, schließlich ist ihr Freund ein besonderes Exemplar. „Mit dem, was er nicht weiß, könnten noch acht andere sitzenbleiben!” Die fünf „Blechharmoniker” spielten mit Tuba, Trompete, Posaune und Horn „Die Reise nach Jerusalem” und gaben dabei nicht nur Sergio Leones „Spiel mir das Lied vom Tod” zum Besten, sondern ließen auch „Et Trömmelche” gehen.

Tollität Stefan II. und Zeremonienmeister Leo faszinierten mit den Ohrwürmern „Jeck, jeck, jeck op Fastelovend” und „Wir sind von Pumpestich” das närrische Publikum. Mit „Hedwig” eroberte dann „Der Jumbo unter den Engeln” die Bühne, bevor eine fulminante Darbietung der Tanzgruppe der Blauen Funken, bei der mit Eva Schmidt und Britta Schlotterhose zwei verdiente Tänzerinnen ihre Abschiedsvorstellung gaben, die Jecken im Saal einmal mehr von den Stühlen riss.

Einen großartigen Schlusspunkt setzte das Trompetercorps „Die Kaafsäck”, das von Michael Jacksons „Thriller” bis zum „Bickendorfer Büdchen” alles bot, was das Herz begehrt.
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