Eschweiler - Skurriler Witz, gewaltige Stimme

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Skurriler Witz, gewaltige Stimme

Von: dmü
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Ihre Lieder trafen am Samstag im Talbahnhof „mitten ins Herz”: Nina Klopschinski verband eingängie Melodien mit Texten über die Liebe und das Leben. Foto: Désirée Müller

Eschweiler. Acht Jahre lang reiste die Künstlerin Nina Klopschinski unter ihrem Bühnennamen „Coco Camelle” mit vier verschiedenen Soloprogrammen quer durch Deutschland. Zum zweiten Mal war das Energiebündel nun unter ihrem bürgerlichen Namen im Talbahnhof zu Gast.

„Mitten ins Herz” lautete der Name des Programms, in dem die charmante Musikerin gekonnt ihre eingängigen Melodien mit Texten über die Liebe und das Leben verbindet. Dabei reicht das Spektrum über sinnliche Töne bis hin zu ironischen Texten. Sie begeistert dabei mit skurrilem Witz und ihrer gewaltigen Stimme.

„Lustig und kabarettistisch wird es heute Abend aber nicht”, meinte Nina Klopschinski mit einem Augenzwinkern zu ihren Zuhörern, die bei einem ihrer Auftritte in Eschweiler noch nie so stark vertreten waren wie am Samstag.

Eine Kostprobe ihrer eher nachdenklichen Texte gab es sofort am Anfang, als sie über einen Familienvater sang, der mit seiner Vorliebe für Frauenkleider ein Doppelleben führen muss. Auch die ältere Frau, die direkt am Marktplatz einer großen Stadt lebt und über das Leben dort so einiges berichtes kann, wurde musikalisch thematisiert.

Natürlich bekamen auch die Männer ihr Fett ab: Nina Klopschinski ließ sich mit einem Augenzwinkern gesanglich über das perfekte Fremdgehen aus, das einen wichtigen Tipp für Menschen in der gleichen Situation enthielt: „Wenn du meinst, flunkern zu müssen, dann aber richtig.”

Wechselweise erhob Nina Klopschinski ihre eindrucksvolle und unter die Haut gehende Stimme zum Sprech- oder Gesangsvortrag. Im Gedicht „Der Kreisel” untermalte sie, dass es kein Patentrezept für eine gut funktionierende Beziehung gibt. Wichtig sei aber, sich Zeit füreinander zu nehmen, auch im oft stressigen Berufsalltag: „Mehr als ein Leben bekommst du nicht geschenkt”, lautete der passende Gesangsvortrag dazu.

Dabei erwies sich die Künstlerin als sehr vielseitig: Ihre Gesangspassagen wechselten von melancholisch bis hin zu rockig, wurden von ihr entweder am Klavier oder der Gitarre begleitet oder auch á Capella vorgetragen.

Immer wieder im thematischen Mittelpunkt der Vorträge: natürlich die Liebe. „Es ist ja gar nicht so einfach, diese zu finden”, berichtete Nina Klopschinski. Da seien die zufälligen Begegnungen wie beispielsweise im Park doch sehr hilfreich. Oder man bringe unnötige Opfer für die Liebe, musikalisch verarbeitet in dem Lied „Anderen fliegen nach Afrika” oder „Asien - Du bleibst zuhaus´ bei Klaus”.

Der erste Programmteil endete mit dem eher nachdenklich machenden Vortrag „Das, was man sich nicht zu sagen traut, steht dann auf einer Wand - geschrieben von deiner Hand”.

Rockiger ging es dann im zweiten Teil zu: Nach einer Hommage an Neffe Luzian bekam das Publikum die einzige Gelegenheit des Abends, selber mitzusingen, nämlich bei Herbert Grönemeyers „Kinder an die Macht”. Nach den Liedern Spiel des Lebens” und „Du malst die Sonne aufs Papier” ging ein großes Lob von Nina Klopschinski an die Indestadt: „Es macht einfach riesen Spaß, ich bin immer so gerne hier im Talbahnhof.”

Mit dem Gesangsvortrag „Komm wir schaun uns den Mond an” und dem Programmtitel „Mitten ins Herz” endete ein wunderschöner Abend mit einer charmanten Künstlerin. Die Begeisterung des Publikums für das Programm von Nina Klopschinski war nachzuvollziehen, denn: Mit ihren Liedern und Anekdoten konnte sich wohl jeder identifizieren, denn sie trafen auch in Eschweiler „mitten ins Herz”.
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