Sicher auf jedem Ozean der Musikgeschichte

Von: Andreas Röchter
Letzte Aktualisierung:
fruehling1_
Von Metallica bis Tina Turner: Christina Schlupf zeigte sich beiden Herausforderungen gewachsen.

Eschweiler. Am Samstagabend begann um 18.32 Uhr kalendarisch der Frühling. In Weisweiler dauerte es 58 Minuten länger. Doch um Punkt 19.30 Uhr gab es kein Halten mehr.

Mit dem „Erzherzog-Albrecht-Marsch” eröffneten der Spielmannszug und das Orchester der Freiwilligen Feuerwehr unter der Leitung von Wolfgang Krieger das traditionelle Frühlingskonzert, das den Gästen in der vollbesetzten Festhalle eine rund dreistündige Reise durch unterschiedliche Musikstile bot und keine Wünsche offen ließ.

„Ein Klangkörper, der jeden Raum auszufüllen vermag”, verteilte Moderator Hans-Joachim Vögeli schon während der Begrüßung Vorschusslorbeeren. Doch diesen wurden die Musiker des Feuerwehrorchesters mehr als gerecht.

Ob beim Rock„n„Roll-Medley, unterstützt durch zwei Paare des Rock„n„Roll-Clubs Düren, oder beim berühmten „Gonna fly now” aus der Boxer-Saga „Rocky” - die Zuhörer kamen sofort auf ihre Kosten.

Dies blieb auch so, als das Duo „Bottleneck” die Bühne betrat und sich als „fauler Knabe” outete, der auf der Suche nach einer Frau ist, „die sich ihn leisten kann”.

Eine Herausforderung für jedes Orchester ist das Original-Arrangement zu „Pirates of the Caribbean”. Doch auch dabei erwiesen sich die Feuerwehr-Musiker als absolut ozeantauglich. „Was die Piraten in der Karibik können, kann ein Krieger in Eschweiler schon lange”, versicherte Hans-Joachim Vögeli treffsicher.

Gesangssolist Christoph Androw überzeugte stimmlich mit „You raise me up” ebenso wie Hornist Norbert Creutz, der die „Ballade” zu Gehör brachte. Einen Parforceritt mit 33 (!) Titeln von „Rule Britannia” über „When the saints...” bis hin zu „Down by the riverside” in 3 Minuten und 30 Sekunden lieferte das Orchester unter der Überschrift „Instant Concert”, bevor sich Gastsängerin Christina Schlupf an den Metallica-Klassiker „Nothing else matters” heranwagte und die Herausforderung mit Bravour bestand.

Michael Jacksons letzter Hit „This is it” bildete den starken Abschluss eines großartigen ersten Konzertteils.

Nach der Pause ging es Schlag auf Schlag weiter: Anton Dvoraks „The New World„s Largo” sowie das „Adagio” von Tomaso Albinoni bildeten einen Abstecher in die Klassik, ein Medley der Hits der Comedian-Harmonists, bei der die Aachener Jazzformation „Avalon” kräftig mitmischte, entführte in die 20er Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Evergreens wie „Selections from Caravans” oder „Moon River” ließen das Publikum träumen.

Die von Tenorhörnern und der Tuba dargebrachte Polka „Za Hory a doly” bildete einen wunderschönen Kontrast. Gleiches gilt für das swingende „Saxophon Jubilee”. Mit dem zweiten Auftritt von Christina Schlupf, die diesmal Tina Turners „Simply the Best” anstimmte, sowie der Zugabe „Anker gelichtet” endete die fantastische Reise durch die Musikstile und -epochen.

Natürlich nicht ohne Wolfgang Krieger, der das Orchester und den Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr seit nunmehr 20 Jahren leitet, gebührend zu feiern.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert