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Senioren auf dem sicheren Weg ins Netz

Von: smb
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„Ins Internet mit Sicherheit”: Damit auch Senioren sorglos durch das World Wide Web surfen können, ist Aufklärung wichtig. Foto: Sarah Maria Berners

Eschweiler. „Bisher habe ich noch nicht so viel Erfahrung im Umgang mit Computern oder dem Internet”, sagt die rüstige 65-jährige Eschweilerin. Die Dame ist neugierig auf das, was ihr das Internet alles bieten kann. „Ich könnte dort zum Beispiel bei Ebay nach Ersatzteilen für mein Porzellan schauen, das es in den Läden heute nicht mehr gibt”, sagt sie.

Doch auch die Skepsis gegenüber der neuen Technik ist der Senioren anzumerken. „Also E-Mails möchte ich lieber nicht schreiben. Das ist mir viel zu unpersönlich.” Viele andere Senioren haben die elektronische Post allerdings für sich entdeckt, um mit Kindern und Enkeln in Kontakt zu bleiben. Und auch das Einkaufen im Internet kann für Menschen, die nicht mehr so rüstig sind, sehr praktisch sein.

Nur jeder Dritte ist online

Bisher sind Studien zufolge nur 32 Prozent aller Menschen über 65 Jahren online. „Wir müssen älteren Menschen die Scheu vor dem Internet nehmen”, hatte Verbraucherministerin Ilse Aigner jüngst gesagt. Alle Menschen sollten vom technischen Fortschritt profitieren. Der Grund, nicht ins Netz zu gehen, ist für viele die Angst vor dem Unbekannten. Vertrauen in das Internet haben nur wenige Senioren.

In der Welt der Laptops und des World Wide Web wimmelt es von englischen Fachbegriffen, immer wieder ist von Internet-Abzocke und üblen Viren die Rede. Solche Nachrichten verunsichern vor allem ältere Menschen. Wer nicht in einer digitalen Welt aufgewachsen ist, braucht eine helfende Hand, um sich darin zurechtzufinden. Deswegen hat Winfried Effenberg, Seniorenbeauftrager der Stadt, die vom Land NRW unterstützte Kampagne „Forum 60+ / Ins Internet - mit Sicherheit” in die Stadt geholt.

Knapp 90 Senioren waren am Mittwoch in den Ratssaal gekommen, um die Vorträge der Verbraucherschützer zu hören. Josef Jansen ist einer von ihnen. Der Rentner ist schon länger online, und auch mit Word, Excel und andere Computer-Programmen kennt er sich aus. „Aber das Internet ist ein so weites Feld, da kann man als Laie gar nicht alles wissen”, sagt der 70-Jährige. Die Vorträge bringen ein wenig Licht ins Dunkel und die Referenten haben sich im Rathaus auch Zeit genommen, individuelle Probleme zu besprechen. Bei einem Nutzer meldet das Virenprogramm einen Fehler, ein anderer sorgt sich um die Sicherheit seines W-Lan-Anschlusses, also um seinen kabellosen Zugang ins Internet.

Alltagsbegleiter wären wichtig

„Es wäre schön, wenn Senioren auch im Alltag einen Ansprechpartner für ihre Fragen rund um das Thema Computer hätten”, sagt Peter Schubert, der als sachkundiger Bürger im Sozialausschuss sitzt. „Fachleute sind aber häufig so schnell, dass ich das gar nicht nachvollziehen”, fügt Josef Jansen hinzu. Bei der Aachener VHS hat man daher einen Computer-Club für Senioren gegründet, in dem sie sich untereinander helfen und Rat bei VHS-Lehrern suchen können. Kinder und Enkel sind nur dann gute Helfer, wenn sie Geduld mitbringen .

Kurse für Senioren bei der Volkshochschule

Wer noch nie vor einem Computer gesessen hat, hat viele Fragen. Antworten gibt es in VHS-Kursen. Damit sich Senioren ohne Druck mit der modernen Technik vertraut machen können, gibt es Einführungskurse mit einem „ruhigen Lerntempo”. In diesen Kursen für Menschen ab 50 Jahren werden viele praxisorientierte Übungen gemacht.

Die VHS hat ein spezielles Programm für Senioren entwickelt. Die meisten Kurse finden vormittags statt. In diesem Rahmen gibt es auch Einsteigerkurse für Menschen, die zwar noch keine Erfahrung mit dem Internet haben, aber schon etwas mit dem Computer umgehen können.

Anmeldeschluss für die Kurse „Senioren im Netz” ist der 25. Januar. Beratung gibt es unter 702741 bei Jürgen von Wolff.

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