Eschweiler - See-Gesellschafter setzen Segel in Richtung Restaurant

See-Gesellschafter setzen Segel in Richtung Restaurant

Von: pan/rpm
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Und ab in die Fluten: Nicht nur für Wassersportler soll im nächsten Jahr am Blausteinsee gebaut werden. Foto: I. Röhseler

Eschweiler. Montagabend wurde die Schleuse für die Zukunft des Blausteinsees geöffnet. Die Verantwortlichen der Blausteinsee-GmbH, das sind neben Eschweiler auch Würselen, Alsdorf, Aldenhoven und Stolberg, geben die Paddelrichtung vor.

Zwar werden zunächst die Räte der Kommunen entscheiden, nach Informationen unserer Zeitung steht jedoch fest: Die Blausteinsee-GmbH will selbst einen Restaurantbau am Seezentrum errichten. Mit potenziellen Betreibern ist die Geschäftsführung in Gesprächen.

In Zusammenarbeit mit der Dehoga (Deutscher Hotel- und Gaststättenverband) ließ die GmbH ein Gutachten erstellen, das beschreibt, welche Gastronomie am Blausteinsee nicht nur möglich, sondern vor allem auch rentabel ist. Ein Restaurant am See könne nur bei ganzjähriger Nutzung leben, sagt Tom Krause, und die sei nur dann garantiert, wenn das Restaurant ein angrenzendes Hotel mitversorge. Das weltweit tätige Eschweiler Planungsbüro Krause/Bohne, aus dessen Feder der ursprüngliche Resortplan stammt, hat allerdings das exklusive Planungsrecht vor zwölf Monaten verloren, ist nun „ein Bewerber wie jeder andere“, sagt der Geschäftsführer der See-GmbH, Hermann Gödde.

Auf 1,1 Millionen Euro beziffert Krause die Kosten für ein schlüsselfertiges Restaurant-Gebäude über zwei Ebenen mit 420 Quadratmetern Nutzfläche, Grundstückskosten ausgenommen. Ein in der Region bekanntes Gastronomieunternehmen hat sich der See-GmbH bereits vorgestellt und steht in den Startlöchern, das Objekt bei kostendeckender Miete zu übernehmen, wie unserer Redaktion schwarz auf weiß vorliegt. Und ähnliches gilt auch für das angrenzend geplante, zwei- bis dreigeschossige Jugend- und Sporthotel mit 120 Zimmern, das in direkter Verbindung mit dem geplanten Restaurant steht: Auch hier gibt es laut Krause ein renommiertes Tourismus- und Freizeitunternehmen, das den Bau sowohl finanzieren als auch betreiben will.

„Nach wie vor sind alle Türen offen, so lange keine endgültige Entscheidung gefallen ist“, betont Gödde. Dies bedeutet auch, dass die Resort-Pläne nicht in den Reißwolf müssen.

Allerdings macht Gödde klar, dass man nicht länger warten wolle.„Natürlich wäre eine große Lösung für alle Beteiligten das Beste, aber ein Investor ist nicht in Sicht und nun muss am See etwas geschehen“, fordert auch der Fraktionschef der SPD-Ratsmehrheit, Leo Gehlen.

Um die Verhandlungsbasis für die Blausteinsee-GmbH zu erweitern, wurden die rechtlichen Grundlagen geschaffen, einzelne Bereiche gesondert zu vermarkten. Hermann Gödde bestätigt, dass es konkrete Anfragen gibt, Appartmenthäuser mit Blick auf den See zu errichten. „Der Bedarf ist da – vor allem bei den Wassersportlern, die mehr als nur einen Tag am See verbringen wollen. Es muss jedoch auch etwas für die Bürger aus Eschweiler und der Region am See gebaut werden“, meint Gödde und meint damit ein Restaurant, dass die Container ersetzt.

Die Blausteinsee-GmbH muss dringend weitere Einnahmen erzielen, denn die jährlichen Kosten drücken gewaltig. Über 100.000 Euro sind pro Jahr alleine dafür zu bezahlen, dass Wasser in den See gepumpt wird. Auch die Beseitigung des Mülls und die Aufsicht über das Areal schlagen zu Buche. In der Summe muss über eine Viertelmillion Euro erwirtschaftet werden. Die derzeitigen Einnahmen durch den Verkauf von Tauchkarten und Pachterträge decken diese Summe nicht ansatzweise.

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