Eschweiler-Pumpe - Schulleiterin: „Ich finde es als Pädagogin furchtbar“

Schulleiterin: „Ich finde es als Pädagogin furchtbar“

Von: tob
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Ungewohntes Bild: Der Bauausschuss der Städteregion tagte am Mittwoch in der Erich-Kästner-Schule. Foto: Tobias Röber
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Viele Teile der Erich-Kästner-Schule sind umzäunt und seit Ende des vorigen Jahres nicht mehr nutzbar. Foto: Tobias Röber

Eschweiler-Pumpe. Es war ein ungewöhnliches Bild in der Erich-Kästner-Schule. Da, wo normalerweise Kinder lernen, diskutierten die Mitglieder des Bauausschusses der Städteregion. Und zwar sehr intensiv. Die Zukunft der Schule, die derzeit von 106 Mädchen und Jungen besucht wird, ist nämlich noch keinesfalls geklärt.

Nachdem zu Beginn bereits eine besorgte Mutter um eine „zeitnahe“ Lösung gebeten hatte, ergriff im Laufe der Sitzung auch Schulleiterin Brigitte Kaltwasser das Wort. „Ich finde es als Pädagogin furchtbar. Wir warten jetzt ein halbes Jahr, dass wir unsere Kinder fördern und unseren pädagogischen Auftrag erfüllen können“, sagte sie.

Aufgrund von Bergschäden sind Teile der Schule nicht mehr nutzbar, und der Unterricht findet seit einigen Monaten getrennt statt – einige Klassen werden zur Gutenbergschule in Stolberg gefahren. Die hat zwar ebenso den Schwerpunkt Sprache, wird aber von Kinder und Jugendlichen der Sekundarstufe II besucht, was einige Probleme mit sich bringe.

So gehe das Zusammengehörigkeitsgefühl verloren und Unterricht falle aus. Der Landschaftsverband Rheinland hat bereits zugesagt, dass die Räume an der Gutenbergschule auch über die Sommerferien hinaus von der Erich-Kästner-Schule genutzt werden können. Angedachte sind unter anderem Containerlösungen am jetzigen Standort.

Ziel der Verwaltung ist, den Schulbetrieb so schnell wie möglich an einem Standort fortzuführen. Alternative Standorte, den gesamten Schulbetrieb unterzubringen, gibt es derzeit nicht. Die Stadt Eschweiler hatte dies bereits verkündet, eine Ortsbesichtigung in Stolberg brachte das gleich Ergebnis. Das Bergamt Arnsberg hat inzwischen die Arbeiten für die Sicherung der Flöze und Pingen (oberflächennahe Schächte) ausgeschrieben und vergeben. Laut Verwaltung werden die notwendigen Arbeiten bis zum Ende der Sommerferien durchgeführt.

Sollte gar entschieden werden, diesen Standort nicht zu erhalten, müssen eventuell gar Mittel aus dem Konjunkturpaket II zurückgezahlt werden. Von 1,1 bis 1,3 Millionen Euro war bei der Sitzung die Rede.

Wie es mit der Erich-Kästner-Schule weitergeht, wird in einer gemeinsamen Sitzung der beiden zuständigen Fachausschüsse (Schul- und Bauausschuss) am 19. Juni, 15 Uhr, beraten.

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