Schulbeginn! Sophie kann‘s kaum noch abwarten

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Freuen sich auf Sophies ersten Schultag: Marco, Sophie und Romina Zimmermann. Foto: Sonja Essers
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Ein wenig Rechnen und Schreiben kann sie schon: „i-Dotz“ Sophie Zimmermann

Eschweiler. Sophie Zimmermann ist nervös, denn in der kommenden Woche geht für die Sechsjährige der „Ernst des Lebens“ los. Mit ihrer Einschulung beginnt für sie und 459 weitere i-Dötzchen in der Indestadt ein neuer Lebensabschnitt.

Lesen, Schreiben und Rechnen stehen künftig für die Erstklässler auf dem Stundenplan. Zum Spielen ist erst nach dem Unterricht Zeit. Doch Sophie macht dies überhaupt nichts aus. Die Sechsjährige freut sich auf den Beginn der Schule. Mit ihren Eltern Romina und Marco Zimmermann wohnt die Kleine in der Innenstadt. Ab Donnerstag besucht sie jedoch die Grundschule in Bergrath. „Da war ich ja auch schon im Kindergarten“, erklärt sie und freut sich besonders darüber, dass auch einige ihrer Kindergartenfreunde künftig mit ihr in dieselbe Klasse gehen werden.

Runter vom Gaspedal!

Wie Eltern ihre Kinder am besten auf einen sicheren Schulweg vorbereiten, weiß Paul Kemen, Pressesprecher der Polizei Aachen. „Zwei Grundsätze sollte man stets befolgen. Der kürzeste Weg ist nicht immer der sicherste, und der Schulweg muss eingeübt werden.“ Aus diesem Grund sollten die Eltern ihre Kinder in den ersten Tagen zur Schule begleiten und sie auf ihr oder das Fehlverhalten anderer aufmerksam machen. Auch für die Autofahrer hat Kemen noch einen guten Tipp: „Weg vom Gas und mithelfen, dass alle gesund zur Schule, zum Arbeitsplatz und wieder nach Hause kommen.“

Über den Schulweg muss sich die sechsjährige Sophie noch keine Gedanken machen. „Mama bringt mich mit dem Auto zur Schule“, sagt sie. „Für mich liegt es auf dem Weg zur Arbeit“, erklärt ihre Mutter. Auch ihre zukünftige Klassenlehrerin kennt das Mädchen schon, wenn auch bisher nur von einem Foto. In der vergangenen Woche hat Sophie von ihr einen Brief erhalten, den sie in ihrem Zimmer aufgehängt hat. Darauf ist eine Katze abgebildet deren Pfotenabdrücke zu einer Schultüte führen. „Jeden Tag darf ich ein Paar ausmalen und wenn ich bei der Schultüte angekommen bin, geht die Schule los“, erklärt die Kleine strahlend.

Auch ihr Kinderzimmer ist schon bestens für den Schulstart ausgerüstet. Neben dem Fenster steht ihr neuer Schreibtisch. Dieser ist in den Farben Weiß und Pink gehalten und ein toller Hingucker. Ein dazu passender Schreibtischstuhl gehört natürlich auch dazu. „Sie sitzt bereits oft am Schreibtisch. Dort malt und bastelt sie oder sie spielt Schule“, erzählt Romina Zimmermann.

Etwas Rechnen kann sie schon

Für diejenigen, die sich darunter nichts vorstellen können, liefert Sophie prompt die Erklärung: „Dann setze ich meine Puppe neben mich und bringe ihr etwas bei.“ Schließlich gibt es schon so Einiges, das die Sechsjährige bereits vor dem Schulstart kann. „Ihren Namen kann sie schon seit zwei Jahren schreiben, und auch das Rechnen mit Zahlen bis 20 klappt bereits ganz gut“, sagt ihre Mutter und fügt hinzu: „Nur das Lesen muss sie noch etwas üben.“ Doch darauf freut sich Sophie schon besonders. „Dann kann ich bald selbst ein Buch lesen.“

Gutes Polster wichtig

Und dann präsentiert Sophie ihren ganzen Stolz, ihren neuen Schulranzen. Dieser ist knallgrün und mit Kleeblättern sowie einem Reh verziert. Am Rücken ist er gut gepolstert und im Innenraum ist viel Platz für Hefte, Bücher und Stifte. Momentan ist dieser mit gleich zwei dazu passenden Federmäppchen, eins für Stifte und eins für Pinsel, Schere und Klebstoff, sowie der Sporttasche gefüllt. Auch eine dazu passende Schwimmtasche nennt Sophie ihr Eigen. Der Kleinen gefällt ihr neuer Schulranzen sehr gut. Am liebsten würde sie ihn gar nicht mehr ausziehen. Stolz scharwenzelt sie durch die Wohnung, den neuen Ranzen auf ihrem Rücken. „Ich hoffe, dass er immer so schön bleibt und nie dreckig wird“, sagt Sophie. Ihre Eltern beginnen zu lachen. „Wir werden sehen, wie lange das klappt“, meint Marco Zimmermann.

Doch während Sophie für das tolle Design schwärmt, war ihren Eltern eine gute Rückenpolsterung wichtig. Darauf verweist auch Kinderarzt Dr. Jürgen Oppelt. Er weiß, dass schwere Schulranzen die kindliche Wirbelsäule zu sehr belasten und rät daher den Schulranzen entsprechend des Stundenplans zu packen. „Die Eltern sollten darauf achten, dass die Kinder nur das mitnehmen, was auch gebraucht wird. Schließlich sollte ein Schulranzen samt Inhalt nicht mehr als zehn Prozent des Körpergewichtes des Kindes wiegen.“ Im Durchschnitt wiegen Kinder bei ihrer Einschulung zwischen 20 und 25 Kilogramm. Ein gefüllter Schulranzen sollte deshalb nicht mehr als 2,5 Kilogramm wiegen, doch dies ist oft nicht der Fall.

Obst ist nicht gerade der Renner

Vor allem am ersten Schultag sind die I-Dötzchen meist schwer bepackt. An diesem Tag tragen sie nicht nur ihren Schulranzen auf dem Rücken, sondern halten auch die prall gefüllte Schultüte in den Händen. Eine solche besitzt natürlich auch Sophie. Doch ihr Exemplar ist ein ganz besonderes, denn es ist selbstgebastelt. Mit ihrer Mutter und ihrer Patentante hat sie einen ganzen Nachmittag fleißig gemalt, ausgeschnitten und geklebt und das Ergebnis kann sich mehr als sehen lassen. Eine Ballerina samt Tüllrock ziert die pinke Schultüte, die fast so groß ist wie die Sechsjährige selbst. Sophie, die selbst seit einigen Monaten Ballett tanzt, ist sich sicher: „So eine tolle Schultüte hat bestimmt niemand.“

Doch die Füllung bleibt bis zum Schulstart am kommenden Donnerstag eine Überraschung. Wenn es nach Sophie ginge, bestünde diese aus Gummibärchen und Überraschungseiern, denn das sind die Lieblingssüßigkeiten der Sechsjährigen. Doch Bettina Müller-Averdung, Ökotrophologin am St.-Antonius-Hospital, warnt davor die Tüte nur mit Süßigkeiten zu füllen. Sie meint: „Eltern können die Schultüte auch mit kleinen Spielzeugen oder zweckmäßigen Dingen füllen, darüber freuen die Kinder sich auch.“ Wer jedoch Obst in Erwägung zieht, könnte eine negative Überraschung erleben. „Da würden die Kinder wirklich komisch gucken“, meint Müller-Averdung.

Was letztlich den Weg in Sophies Schultüte findet, bleibt bis zum Schulstart das Geheimnis ihrer Eltern. Darüber macht sich die Kleine momentan noch keine Gedanken. Schließlich beschäftigt sie sich mit einer viel wichtigeren Frage: „Was ziehe ich an?“ Für die Sechsjährige steht bereits fest: „Zur Einschulung brauche ich auf jeden Fall etwas Schönes.“ Schließlich hat sie auch nach dem offiziellen Teil noch etwas vor. Dann feiert das i-Dötzchen seinen großen Tag gemeinsam mit ihren Eltern, ihrer Familie und einigen Freunden.

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