Schüler und Lehrer flüchten an die Nordsee

Von: sh
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Mit der Lions-Club-Spende wenigstens einen Tag den Baukränen entfliehen, das plant Erich Bartholomé (3. von links). Der Leiter der Willi-Fährmann-Schule möchte mit allen Schülern und Lehrern einen Ausflug an die holländische Küste machen. Foto: Stefan Herrmann

Eschweiler. Für Erich Bartholomé kommt derzeit jede Abwechslung gelegen. Der Leiter der Willi-Fährmann-Schule stöhnt genau so wie seine Schüler über die enormen Belastungen, die der Umbau mit sich bringt. Gehämmer und Gebohre, bis die Wände wackeln - da heißt es nur noch: „Augen zu und durch!”

Mit der Spende des Lions-Clubs Eschweiler-Stolberg rückt der Wunsch von Schülern und Lehrern, die Eschweiler Baustelle wenigstens für einen Tag hinter sich zu lassen, in greifbare Nähe. 1300 Euro übergab nun Dr. Dieter Genius mit seinen Lions-Club-Kollegen an Erich Bartholom. Wofür das Geld genau verwendet wird? „Wir möchten unbedingt aus dem Baulärm rauskommen und fahren für einen Tag ans Meer, und zwar alle!”, gibt der Schulleiter die Marschrichtung vor.

Am 29. August gehts los: 204 Schüler und 22 Lehrer steigen in vier Reisebusse mit dem Ziel Walcheren. Auf der holländischen Halbinsel wartet (hoffentlich) Sonne und auf jeden Fall die See auf die Indestädter. „Für viele unserer Schüler ein einmaliges Erlebnis, da etwa die Hälfte bisher noch nie am Meer war”, freut sich Batholomé auf den Ausflug.

Spende über 1300 Euro

Durch den Lions-Club und eine weitere Spende wird die Tour ermöglicht. „1080 Euro hatten wir an Einnahmen bei unserem Benefizkonzert mit Natalia Krone in der Dreieinigkeitskirche, als Lions-Club haben wir den Betrag dann noch auf 1300 Euro aufgestockt”, übergab Dr. Dieter Genius den wertvollen Scheck.

Als Pferdeliebhaber kam er selbst vor Jahren zur Willi-Fährmannschule, einen Sack Möhren unter dem Arm, um das Schulpferd „Hannibal” zu füttern. „Ich habe dann gemerkt, dass die Tiere hier eine große Rolle bei der Ausbildung spielen”, war für Genius und seine Lions-Club-Freunde schnell klar, der Schule helfend zur Seite zu stehen.

„Unsere Tiere sind einfach das Symbol unserer Schule”, weiß Erich Bartholomé aber auch um den enormen pädagogischen Nutzen von Pferd, Kaninchen, Taube & Co. An der Förderschule werden 170 Kinder mit dem Förderschwerpunkt „Lernen” und 30 Kinder mit dem Förderschwerpunkt „soziale und emotionale Entwicklung” unterrichtet. Für die 22 Sonderpädagogen ein nicht immer einfacher Job.

Um so wichtiger ist nun die baldige Tour an die Nordsee. „Das ist für uns alle, besonders aber für die Schüler, ein Motivationsschub, dass wir durchhalten”, hofft Bartholomé, dass die Bauarbeiten zügig fortschreiten, damit wie geplant um die Weihnachtszeit, und nicht erst wie befürchtet zu Ostern, die Kräne an der Martin-Luther-Straße verschwinden.
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