Eschweiler - Schatzsucher gehen am See auf Müllsuche

Schatzsucher gehen am See auf Müllsuche

Von: fe
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Zwischenbilanz 400 Kilo, es wu
Zwischenbilanz 400 Kilo, es wurde dann aber noch deutlich mehr. Die Geocacher aus der Region trafen sich am Samstag zum Müllsammeln am Blausteinsee. Foto: Ebbecke-Bückendorf

Eschweiler. Geocaching, die abenteuerliche Schatzsuche in freier Natur, hat in wenigen Jahren viele Anhänger gefunden. Am Blausteinsee bei Dürwiß trafen sich am Samstag 102 Geocacher zu einer Schatzsuche ganz besonderer Art. Und was sie fanden, war tatsächlich abenteuerlich.

Zentnerweise Müll sammelten die modernen Schatzsucher bei ihrem im Internet angekündigten „Frühjahrsputz am Blausteinsee”. Euro-Paletten waren dabei, Fahrräder, verrostete Grills und vor allem Flaschen, Flaschen, Flaschen. Müllsack um Müllsack füllten die fleißigen Sammler, darunter viele Familien, die diesmal mit Plastikhandschuhen und Greifzangen statt der sonst üblichen GPS-Geräte durch die Natur streiften.

„Wir als Geocacher wollen Flagge zu zeigen und uns aktiv daran zu beteiligen, unser Umfeld von diversen Umweltsünden zu befreien”, sagte Lutz Neulen vom eigens für solche Aktionen gebildeten Eschweiler Geocache-Team „just4fische”, das zu dem Müllsammel-Treffen eingeladen hatte. Auf der Seebühne am Blausteinsee verteilten die Organisatoren am Samstag ab 10 Uhr Müllsäcke und Einweghandschuhe, schenkten Kaffee aus Thermoskannen aus und freuten sich über immer mehr Unterschriften im Logbuch des Eventcaches.

Denn natürlich kann ein solches Cito-Event wie jede andere Schatzfund auch gelogt, also registriert werden. Die Abkürzung Cito steht für „Cache in, Trash out”, auf Deutsch etwa „Cachedose rein, Müll raus”.

Klare Hinweise

Es gehört zu den Grundsätzen des Geocachings, dass die Teilnehmer nicht Natur stören oder gar zerstören, sondern sich sorgsam in der Natur bewegen und nicht nur den selbst produzierten Abfall, sondern auch anderen Müll einfach mitnehmen und entsorgen. Lutz Neulen gab klare Hinweise für den Naturschutz: Keine Wiesen betreten, weil dort gerade bodenbrütende Vögel ihre Nester haben, und im Bereich des Naturschutzgebietes die Wege nicht verlassen.

Auf mehreren vorher bereits im Internet veröffentlichten Routen machten sich die über hundert Cacher auf den Weg und hatten trotz Kälte, Regen und Graupelschauern viel Spaß.

Zum Abschluss gab es eine Verlosung mit gespendeten Preisen. Im Internet schrieben die Teilnehmern anschließend viele warme Dankesworte für das Organisationsteam und schüttelten den Kopf über das Verhalten mancher Blausteinsee-Besucher: „Am Blausteinsee gibts jetzt zumindest temporär ne gute Ration Müll weniger. Das war schon ne Menge, als das Ganze auf einen Stapel gestellt wurde. Ich darf mir nur keine Gedanken darüber machen, wie das Zeugs dahin gekommen sein mag.” Und ein anderer: „Beim nächsten Mal brauchen wir Bollerwagen, die die Müllsäcke tragen können!”
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