Eschweiler - Schach-Stadtmeisterschaft: Erst nach dem Sieg wird es laut

Schach-Stadtmeisterschaft: Erst nach dem Sieg wird es laut

Von: sh
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Wer setzt sich im Spiel der Könige Eschweilers Schachkrone auf? Am Samstag startete die 11. Offene Stadtmeisterschaft mit 14 Teilnehmern. Foto: Stefan Herrmann

Eschweiler. Die ersten Bauern wurden geopfert, die ersten Springer sind gestolpert und die ersten Könige sind gefallen: Zum Auftakt der 11. Offenen Schach-Stadtmeisterschaft schallte ein ums andere mal ein „Schachmatt” durch die Räume des ausrichtenden Eschweiler Schachclubs (ESC) 1921.

Kann Vorjahressieger Harald Peltzer den Wanderpokal erneut einheimsen oder führt 2010 kein Weg an Dr. Peter Vossen vorbei? „Ein Top-Kandidat auf den Turniersieg”, weiß ESC-Pressewart Gerd Hüskens. Schließlich spielt Vossen für Würselen in der Regionalliga. „Überhaupt haben wir in diesem Jahr ein sehr starkes Starterfeld. Ich sehe nur bekannte Schachgesichter”, freuen sich Hüskens & Co. auf die kommenden Wochen.

Fast jeden Samstag - zwei jecke Karnevalswochenenden im Februar bleiben traditionell schachfrei - geht es im Spiel der Könige um Eschweilers Schachkrone. Am 23. März findet dann die letzte der sieben im Schweizer System gespielten Runden statt. Schweizer System bedeutet: Jeweils Punktgleiche werden für die nächste Runde gegeneinander ausgelost.

Kurz vor dem ersten Zug erläuterte ESC-Vorsitzender Dieter Gronloh, der mit Lukas Kellermann die Turnierleitung übernimmt, noch einmal kurz die Regeln. Dazu gehört bei einer offiziellen Partie Schach auch, dass man das Handy ausmacht. Und zwar nicht nur aus Höflichkeitsregeln, sondern auch um jeglichen Manipulationsverdacht auszuschließen. Denn auf Mobiltelefonen der neuesten Generation könnten heimlich Schachprogramme schlummern. Doping gibts also auch im Denksport.

An der Inde läuft aber alles fair und reibungslos ab. In einer Hauptklasse gingen die 14 Teilnehmer auf die Jagd nach dem gegnerischen König. Für vierzig Züge hat jeder Spieler dabei insgesamt zwei Stunden Zeit. Das heißt durchschnittlich drei Minuten Nachdenken pro Zug. „In der Eröffnungsphase geht das natürlich schneller, aber im Mittelteil, wenn alle Theorien ausgespielt sind, kann das auch gut und gerne mal zehn Minuten pro Zug dauern”, weiß Gerd Hüskens. Steht nach insgesamt also maximal vier Stunden Spielzeit noch kein Sieger fest, bleiben 30 Minuten für den Rest der Partie.

Einen langen Atem sollten alle Teilnehmer also an den Tag legen. Und Gefallen an der Stille, denn Schach ist ein ruhiger Sport. Solange bis der Sieger feststeht. Dann darf durchaus auch mal laut gejubelt werden.
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