Rundreise durch verschiedenste Musikstile

Von: ran
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Von „Sister Act” bis zum „King of Pop”: Die großartigen Stimmen der Sängerinnen des „ICF Mass Choir” aus Aachen verzauberten das Publikum. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Ein noch bunterer musikalischer Frühlingsstrauß, als vom Großen Orchester der Freiwilligen Feuerwehr unter der Leitung von Wolfgang Krieger am Samstagabend in der vollbesetzten Weisweiler Festhalle präsentiert, ist kaum vorstellbar.

Ob Klassik, Marsch- oder Filmmusik, Rock oder Pop - für wohl jeden Musikliebhaber war während des fast dreistündigen Frühlingskonzerts etwas dabei. Und damit nicht genug: Denn die musikalischen Leckerbissen wurden auch noch von hochklassigen tänzerischen Einlagen garniert.

„Ich bin überwältigt”, blieb nicht nur Moderator Alfred Prothmann (fast) die Sprache weg. So zog der Conferencier nach dem atemberaubenden Parforceritt durch die unterschiedlichsten Musikstile ein eindeutiges Fazit: „Das war Spitze”, sprach er nicht nur Hans Rosenthal, sondern auch dem begeisterten Publikum aus der Seele.

Zum Auftakt sorgte zunächst das Nachwuchsorchester der Freiwilligen Feuerwehr mit Melodien aus den Musicals „Phantom der Oper” und „Cats” sowie dem Beatles-Evergreen „Yesterday” für Vergnügen. Bemerkenswert, dass das Ensemble nicht nur Musiker, die jung an Jahren sind, offen steht. Auch Musikfreunde im etwas fortgeschrittenem Alter können in ihm erste Orchestererfahrungen sammeln.

Mit dem Stück „Olympisches Feuer”, dass anlässlich der Winterspiele von Innsbruck im Jahr 1976 uraufgeführt wurde, startete dann das Große Orchester ins Programm. Und schon bald wurde deutlich: „Der Frühling ist da.” Dies unterstrichen auch Hanne Nobis und Markus Behrens. Das Paar des Tanzsportclubs GW Aquisgrana Aachen verzauberte das Publikum vor allem mit einem perfekten Bolero.

Gänsehaut war angesagt, als die von Ernest Gold komponierte Musik zum Filmepos „Exodus” erklang. Über „Nessaja” aus Peter Maffays Musical „Tabaluga” näherte sich das vor Spielfreude strotzende Orchester kurz darauf dem britischen Empire, um zu den Klängen der James-Bond-Klassiker „Golden Eye” und „Im Geheimdienst ihrer Majestät” eben dieses zu retten.

Voller Akrobatik und Anmut interpretierte Julia Krieger, Tanzmariechen der KG Rote-Funken-Artillerie, dann John Miles „Music” tänzerisch, bevor der Spielmannszug Grün-Weiß Lohn unter der Leitung von Thomas Graff mit dem „Grenadiermarsch” das Publikum zunächst in die Pause geleitete, um 20 Minuten später mit dem „Regimentsgruß” den zweiten Teil einzuleiten.

Dieser führte zunächst in die Welt von Enio Morricone und des Italo-Westerns. Als die Melodien aus „Spiel mir das Lied vom Tod” und „Zwei glorreiche Halunken” erklangen, zog wohl so mancher Zuhörer die Köpfe ein, denn die Pistolenkugeln schienen nur so durch die Festhalle zu fliegen. Nicht zuletzt dank des fantastischen Trompetensolos von „Cowboy” Michael Vilz. Die großartigen Sänger des „ICF Mass Choir” Gospelchors aus Aachen interpretierten anschließend „I will follow him” und Michael Jacksons „Heel the world” voller Hingabe, was ihnen tosenden Applaus einbrachte.

Diesen verdiente sich ein weiteres Mal das Große Orchester der Feuerwehr, das sich zum Abschluss als „50-köpfige Jukebox” präsentierte und innerhalb von 3 Minuten und 30 Sekunden 30 Musiktitel anklingen ließ. Ehrensache, dass es eine (lautstark geforderte) Zugabe gab. Zunächst boten Sarah Paffen am Schlagzeug und das Orchester die „Highland Cathedral”, dann zitierte Christoph Androw letztmals die Beatles: „Let it be.” Der Rest war Applaus.
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