Eschweiler - Rund um die Uhr für schneefreie Straßen im Einsatz

Rund um die Uhr für schneefreie Straßen im Einsatz

Von: Stefan Herrmann
Letzte Aktualisierung:
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Winter in Eschweiler: Mit vier Großstreufahrzeugen, einem Kleinstreufahrzeug und fünf Fußtruppen wurden gestern die wichtigsten städtischen Straßen und Gehwege geräumt.

Eschweiler. Ob ein Tagesausflug in die winterliche Eifel oder doch nur ein kurzer Nachmittagsspaziergang durch den weißgepuderten Stadtwald, für viele Eschweiler ist das momentane Winter-Stelldichein eine schöne Abwechslung während der freien Tage.

Für die Männer der Wirtschaftsbetriebe Eschweiler (WBE) bedeuten Schneeflocken vom Himmel und überfrierende Nässe auf den Straßen eine Menge Arbeit.

„Eigentlich lauteten die Vorhersagen gestern, dass erst im Laufe des Vormittags Schnee fällt”, weiß der kaufmännische Leiter der WBE, Peter Schwiebert, aber aus jahrelanger Erfahrung, dass es meist anders kommt als angekündigt. Zwar waren auf der Kontrollfahrt am frühen Freitagmorgen um 4 Uhr die Straßen noch frei, doch schon eine Stunde später ging es los.

„Ab 6.45 Uhr sind wir dann im Volleinsatz gefahren”, erklärt Schwiebert die übliche Prozedur. Im Detail heißt das: Mit vier Großstreufahrzeugen, einem Kleinstreufahrzeug und fünf Fußtruppen wurden die wichtigsten städtischen Straßen und Gehwege geräumt. Rund zweieinhalb Stunden dauerte der Haupteinsatz für die zwanzig ausgerückten WBE-Mitarbeiter am zweiten Tag des Jahres, dann waren Eschweilers Straßen frei.

„Jedes der vier Großstreufahrzeuge ist für etwa 20 Kilometer Straße zuständig”, erläutert Peter Schwiebert die Arbeitsteilung. Gegen halb zehn hatten schließlich alle Gruppen ihr Revier gesäubert.

Man merke aber deutlich, so Schwiebert, dass Freitag ein Brückentag zwischen Neujahr und dem Wochenende gewesen sei. Menschen auf dem Weg zur Arbeit waren deutlich seltener anzutreffen und auch die vielen tausend Eschweiler Schüler konnten noch einmal ausschlafen und den letzten Ferientag genießen. „Daher hatten wir nur ein geringes Verkehrsaufkommen, vergleichbar mit einem Samstagmorgen.”

Am Neujahrstag war es sogar noch etwas ruhiger. Zwei Stunden waren die Winterdienstfahrzeuge ab 13 Uhr im Einsatz, um den frühmorgendlichen Nebel, der sich im Laufe des Tages auflöste und als dünner Schneefilm niederfiel, zu beseitigen. „Das war aber eher eine prophylaktische Maßnahme und nicht wirklich wild”, bewertet der Fachmann den ersten Einsatz im neuen Jahr.

Der bisher kalte November und Dezember bescherte den WBE-Mitarbeitern viel Arbeit. Seit dem 21. November ist der Winterdienst - mit Ausnahme von drei Tagen - unterwegs. In den Silos an der Wasserwiese ist aber noch genügend Trockensalz gebunkert, verrät Peter Schwiebert. Heute kommt zudem eine neue Lieferung Feuchtsalz an. „Seit drei Jahren streuen wir mit dieser stark verdünnten Salzsäure und ich kann nur sagen: Es hat sich bewährt.” Der Vorteil sei, dass mit dem Feuchtsalz wesentlich effizienter gestreut werden könne. Während das Trockensalz schon beim Streuvorgang verweht und auch durch anschließend drüber fahrende Autos weiter verteilt wird, zieht Feuchtsalz direkt in den Straßenbelag ein. Das macht sich dann nicht nur bei akuter Glätte positiv bemerkbar, auch langfristig erzielt der Winterdienst so bessere Ergebnisse. „Dadurch konnten wir unsere Streueinsätze in den letzten Jahren insgesamt um 25 bis 30 Prozent verringern”, freut sich Peter Schwiebert.

Da es winterlich bleiben soll, stehen die Wirtschaftsbetriebe in diesen Tagen allzeit bereit, um für freie Fahrt auf Eschweilers Straßen zu sorgen. Besonders morgen rechnen die Meteorologen mit teilweise erheblichem Schneefall. „Das könnte für unsere Verhältnisse gewaltig werden”, vermutet Schwiebert mit Blick auf die Wetterkarte. Und auch nächste Woche bleibt uns der Winter mit Temperaturen deutlich unter dem Gefrierpunkt erhalten. So wird es den Männern der Eschweiler Wirtschaftsbetriebe auch in naher Zukunft nicht an Arbeit mangeln.
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