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Rudi Bertram: Rücktritt zum Neustart

Von: Rudolf Müller
Letzte Aktualisierung:
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Bürgermeister Rudi Bertram möchte weitermachen.

Eschweiler. Seit 1999 ist er im Amt. Seine dritte Wahlperiode würde im September 2015 enden. Doch Eschweilers Bürgermeister Rudi Bertram überraschte seine Parteifreunde am Samstagnachmittag mit der Mitteilung, bereits im kommenden November seinen Rücktritt zu erklären.

Nicht, weil er vom Amt die Nase voll hat, sondern weil das Gegenteil der Fall ist: Der Rücktritt zu diesem Zeitpunkt ist notwendig, damit Bertram bereits am 24. Mai kommenden Jahres gemeinsam mit dem Stadtrat erneut zur Wahl antreten kann. Damit erspart er Eschweilers Bürgern einen eigenen Wahlgang und der Stadt erhebliche Kosten. „Der Franz Müntefering mit seiner ,Rente mit 67 ist es schuld, dass ich mit bereit erkläre, noch einmal durchzustarten", erklärte Bertram. „Mit 58 in Rente zu gehen, das erschien schließlich auch mir etwas zu früh."

Sollte Rudi Bertram, der es in den drei bisherigen Wahlen auf jeweils rund 72 Prozent der Stimmen brachte, wieder gewählt werden, würde seine Amtsperiode bis 2020 dauern. Dann ist er 65. „Ich habe sehr lange überlegt, ob ich noch einmal antreten soll", bekannte Bertram, der zuletzt einige gesundheitliche Probleme hatte. "Aber es kommen schwere Zeiten auf uns zu, da möchte ich nicht die Hände in den Schoß legen."

Bertram bedankte sich ausdrücklich bei seiner Frau Hedi: „Sie gibt mir volle Rückendeckung. Das war für mich ausschlaggebend. Wäre das nicht der Fall, würde ich nicht wieder kandidieren." Eschweilers SPD-Stadtverbandsvorsitzender und Landtagsabgeordneter Stefan Kämmerling löste mit seiner Ankündigung, Bertram werde wieder antreten, bei den Genossen, die auf dem Marktplatz den 150. Geburtstag der SPD feierten, tosenden Jubel aus. „Ich bin sehr stolz, dass ein landesweit fachlich und menschlich so angesehener Bürgermeister wieder mit uns antritt", bekannte Kämmerling. „Ein Bürgermeister, der ein Aushängeschild ist wie kein anderer."

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