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Romantische Zahlenspiele mit der Ehe

Von: Andreas Gabbert
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Diesen Tag werden sie und viele andere Paare nicht mehr vergessen - nicht nur wegen des Datums: Bärbel Bender und Peter Mischka sind eines der neun Paare die sich am morgigen 10.10.2010 in Eschweiler das Jawort geben wollen. Foto: Andreas Gabbert

Eschweiler. An keinem anderen Tag in diesem Jahr werden sich so viele Heiratswillige das Jawort geben, wie am 10.10.2010. Auf dem Standesamt in Eschweiler werden dann neun Paare den Bund fürs Leben eingehen. Darunter auch Bärbel Bender und Peter Mischka. Abergläubisch sind die beiden nicht, deshalb haben sie sich nicht für dieses Datum entschieden. Vor ziemlich genau zwei Jahren sind sie sich während einer Ausflugsfahrt nach Altenahr beim Tanz näher gekommen.

„Von daher liegt es auch nahe, im Oktober zu heiraten”, sagt sie. „Es ist halt eine Zahl, die man sich gut merken kann”, meint er.

Bereits im Dezember des vergangenen Jahres hatten sie sich für dieses Datum entschieden, als sie während einer Karibik-Kreuzfahrt ihre Hochzeitspläne schmiedeten. Vorher hatte er sich aber erstmal etwas einfallen lassen müssen. „Wenn Du mir keinen ordentlichen Antrag machst, heirate ich Dich nicht”, hatte sie gedroht.

Also überraschte er sie mit einem Brief, den er am Badezimmerspiegel befestigt hatte und in dem er um ihre Hand anhielt. Da er nicht Zuhause war, antwortete sie zunächst per SMS, bevor sie dann abends gemeinsam mit einem Glas Sekt angestoßen haben.

Neben dem 10.10.2010 hatten sie auch den 11.11.2011 in ihre Überlegungen miteinbezogen, schließlich fühlen sie sich beide dem Karneval verbunden. „Wer ist das in Eschweiler nicht”, sagt Peter Mischka. Er ist in der KG Eefelkank Hastenrath aktiv, sie ist inaktives Mitglied der KG Lätitia Blaue Funken Weisweiler. Bis zum nächsten Jahr wollten die Verliebten dann aber doch nicht warten.

Wenn die beiden sich am Sonntag das Eheversprechen geben, wird sie ein kurzes schwarz-graues Kleid tragen, er einen dazu passenden anthrazitfarbenen Anzug. Für beide ist es nicht das erste Mal, deshalb wird auch nicht in weiß geheiratet. „Wir sind Wiederholungstäter”, sagt Peter Mischka. Er ist Vater von zwei Töchtern im Alter von 15 und 20 Jahren. Bärbel Bender hat einen 34-jährigen Sohn. Und was sagen die Kinder zu den Plänen ihrer Eltern? „Die finden es prima, dass wir wieder unter die Haube kommen”, sagt sie und lacht.

Doch warum überhaupt die Hochzeit, heute kann man ja auch ohne Trauschein glücklich zusammen leben. „Wenn man sich liebt, gehört eine Hochzeit für mich einfach dazu”, erklärt die 55-jährige Hotelbesitzerin. „Ich kann mir nicht vorstellen, im Alter alleine zu sein und möchte mit ihr später meinen Lebensabend verbringen und schöne Reisen unternehmen”, erläutert der 52-jährige Personalchef eines Eschweiler Kabelwerks seine Beweggründe.

Das Reisen ist neben gutem Essen und Ausflügen mit dem Bekanntenkreis ihre große Leidenschaft. Die Karibik, Thailand aber auch die Nordsee gehören zu ihren Lieblingszielen. Nach der Hochzeit werden sie zunächst ein paar Tage am Bodensee verbringen. Die eigentliche Hochzeitsreise wird sie im Dezember aber wieder in die Karibik führen.

Die Hochzeit werden sie mit rund 20 Personen im engsten Kreis feiern. Nach dem Termin beim Standesamt geht es mit dem neuen weißen Auto nach Mulartshütte in ein Restaurant. „Wenn schon das Kleid nicht weiß ist, dann wenigstens das Auto”, scherzt Mischka und grinst dabei. Zum Umtrunk werden sie später einladen und mit rund 100 Freunden und Bekannten ihre Trauung feiern.

Die Vorbereitungen sind längst abgeschlossen, frühzeitig haben die Heiratswilligen alles abgeklärt, um in den letzten Tagen vor der Hochzeit nicht in Stress zu geraten. Eigentlich könnten sie dem Termin locker und gelassen entgegen sehen. „Wobei ich merke, dass ich immer nervöser werde”, sagt Bärbel Bender.

Nur zu verständlich, schließlich heiratet man ja nicht alle Tage, da kann alles noch so gut vorbereitet sein. Aber eins steht wohl fest, diesen Tag werden sie nicht mehr vergessen. Und dafür wird sicherlich nicht das Datum der ausschlaggebende Punkt sein.
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