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Röhe ist sich sicher: „Unser Dorf hat Zukunft!“

Von: cheb
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Röhe nimmt am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ teil. Der Ort hat einiges zu bieten – unter anderem einen großen Spielplatz, den Freizeitplatz, die Kirche und jede Menge engagierte Bürger, wie Klaus Fehr am Donnerstag betonte. Das stellten auch Andrea Drossard und Ruth Roelen von der Städteregion Aachen fest.
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Röhe nimmt am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ teil. Der Ort hat einiges zu bieten – unter anderem einen großen Spielplatz, den Freizeitplatz, die Kirche und jede Menge engagierte Bürger, wie Klaus Fehr am Donnerstag betonte. Das stellten auch Andrea Drossard und Ruth Roelen von der Städteregion Aachen fest.
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Röhe nimmt am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ teil. Der Ort hat einiges zu bieten – unter anderem einen großen Spielplatz, den Freizeitplatz, die Kirche und jede Menge engagierte Bürger, wie Klaus Fehr am Donnerstag betonte. Das stellten auch Andrea Drossard und Ruth Roelen von der Städteregion Aachen fest.
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Röhe nimmt am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ teil. Der Ort hat einiges zu bieten – unter anderem einen großen Spielplatz, den Freizeitplatz, die Kirche und jede Menge engagierte Bürger, wie Klaus Fehr am Donnerstag betonte. Das stellten auch Andrea Drossard und Ruth Roelen von der Städteregion Aachen fest.
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Auch Vertreter der Röher Grundschule waren am Donnerstagabend dabei.

Eschweiler-Röhe. Es tut sich etwas im Westen Eschweilers. Als einziger Ortsteil der Indestadt hat sich das 2500-Einwohner-Dorf zur Teilnahme am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ entschlossen. Am Donnerstagabend wurden die Grundsteine bei einer Bürgerversammlung in der Gaststätte „Zum Hirsch“ gelegt.

Klar wurde bereits: So wie die Vereine hier an einem Strang ziehen, kann einiges in Röhe passieren.

Auf Einladung der Interessengemeinschaft aller Röher Vereine kamen rund 25 Vertreter der Vereine und wurden vom Vorsitzenden Klaus Fehr begrüßt, der das Wort auch sogleich an Andrea Drossard und Ruth Roelen übergab, die bei der Städteregion Aachen für den Wettbewerb zuständig sind und für die Gäste eine spannende Präsentation über den Wettbewerb vorbereitet hatten.

So betonte Roelen gleich, dass sie sich nicht nur über die Teilnahme freue, sondern auch, dass in Röhe überlegt werde „Wo kann es mit unserem Dorf hingehen?“ Dabei solle man auch durchaus stolz sein, was das Dorf zu bieten habe. Angefangen mit der Gaststätte „Zum Hirsch“, die mit ihrem „Charme“ punkte, bis hin zu den infrastrukturellen Pluspunkten, wie Nahversorgung und Busanbindung, die Röhe aufweisen könne.

Anschließend stellte sie den Wettbewerb vor, der im Nord- und Südkreis separat ausgetragen wird und von der Sparkasse Aachen finanziell unterstützt wird. Gestartet ist alles 1961 als „Unser Dorf soll schöner werden“ auf der Insel Mainau und wird mittlerweile deutschlandweit als „Unser Dorf hat Zukunft“ ausgetragen. So wollte Roelen auch alle ermutigen, die Aktion nicht nur begrenzt bis zur Ankunft der Fachkommission im September zu sehen, sondern auch langfristig Ziele zu setzen, was in Röhe umgesetzt werden kann.

Ziel: der Bundeswettbewerb

Im Fokus sollen dabei „die Vereine und Engagement“ stehen, und man solle auch die „Vielfältigkeit darstellen“. Man werde „neue Dinge erleben“, und dabei sollte für den Erfolg am Ende nicht nur das Ranking ausschlaggebend sein. Als Siegerdorf gebe es jedoch die Chance, Röhe im nächsten Jahr NRW-weit zu vertreten und 2019 sogar am Bundeswettbewerb teilzunehmen. In der Städteregion Aachen wurden in diesem Jahr 23 Anmeldungen eingereicht. Jeder Teilnehmer der Städteregion erhält 500 Euro. Dem Sieger winken 1500 Euro, dem Zweitplatzierten 1250 Euro und dem Drittplatzierten 1000 Euro. Zudem lobe die Städteregion auch oftmals Sonderpreise aus, wenn es Bereiche gibt, in dem sich ein Dorf besonders hervortue, wie Drossard anmerkte.

Abhängig ist das von der Fachkommission, die im September anreist und das Dorf anhand einer „Checkliste“ bei einem Rundgang bewerten wird. Dazu zählen die Konzeption der Bewerbung, die wirtschaftliche Entwicklung, das soziale und kulturelle Leben, die Bebauung und die Grüngestaltung. Es ist der Städteregion selbstverständlich wichtig, dass die Kriterien „transparent“ vermittelt werden, wie beide Mitarbeiterinnen übereinstimmend sagten, die den Röhern auch anboten, sie bei ihrem Projekt und darüber hinaus zu unterstützen.

Drossard betonte ergänzend, dass es nicht darum gehe sich perfekt darzustellen, sondern auch zu zeigen, dass man Probleme erkennt und „individuelle Lösungen“ als Ortsgemeinschaft findet. Es gehe darum, Ideen zu entwickeln und zu zeigen. Deshalb sollte auch die Fachkommission nicht nur als Bewerter angesehen werden, sondern auch als fachliche Gruppe, die Anregungen geben kann und vor Ort Tipps geben kann, wie sich Röhe weiterentwickelt.

An die motivierende Präsentation schloss sich Klaus Fehr gerne an. Gemeinsam mit Dorothee Schmitz und Patrik Becker bildet er den Vorstand der Röher Interessengemeinschaft und legte direkt den Fokus darauf, in den ständigen Austausch mit den Bürgern und Vereinen zu treten. Jeder solle die Möglichkeit haben sich einzubringen und auch anzupacken, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.

Die ersten Ideen aus den Publikumsreihen kamen in der Diskussion auch sofort zu Stande. So könnten in Arbeitsgemeinschaften wichtige Ziele voran gebracht werden. Orientierung soll dabei der Leitfaden der Städteregion bieten, der schließlich auch Bewertungsgrundlage ist.

Jeden Bürger einbeziehen

Aufmerksam gemacht wurde auch auf die Spielplätze und die Nahversorgung. Zwar sind direkt vor den Toren Röhes mehrere Discounter und Supermärkte angesiedelt, aufgrund der Hanglage und der Hauptstraße sind die aber besonders für Senioren oft problematisch zu erreichen. Gezielte Aufmerksamkeit sollen deshalb auch die mobilen Händler erhalten, die frisches Fleisch, Gemüse und Backwaren ins Röher Herz bringen. Auch die Möglichkeit der Nachbarschaftshilfe wurde ausführlich diskutiert – ein Zeichen nicht nur für eine lebhafte, sondern auch soziale Dorfgemeinschaft.

Auch die Öffentlichkeitsarbeit stand zur Debatte, wobei man jeden Bürger informieren will, um nicht nur ein großes Feedback der Einwohner einzuholen, sondern auch jeden einzubeziehen – unabhängig von Alter, Herkunft oder Vereinszugehörigkeit.

Fehr betonte: „Man muss sich mit dem Dorf intensiv beschäftigen.“ So solle jetzt ein Konzept entwickelt werden, in das alle Vorschläge einfließen. Die Anfrage der Städteregion nach der Teilnahme war „genau das richtige für Röhe“, sagte er mit Verweis auf die zahlreichen Projekte, die auch bereits in den vergangenen Jahren angestoßen wurden und jetzt intensiviert werden sollen. Er freut sich besonders auf den „Blick von Außen“, den die Fachkommission den Röhern geben kann.

Pluspunkte habe Röhe jedenfalls zu Genüge zu bieten, um bei der Bewertung überzeugen zu können. Fehr verwies auf den Sportplatz, die historische Obstwiese, das Biotop an der Röher Straße und den Rundwanderweg. Aktuell steht zudem die „Barrierearmut“ auf der Agenda (wir berichteten). An der Stoltenhoffstraße soll darüber hinaus eine Entwicklungsfläche geschaffen werden, die als „Nah-Naherholungsgebiet“ dienen kann, und auch neue Bauflächen, die besonders junge Familien anlocken sollen, sind geplant. Auch auf die Grundschule verwies Fehr, der sich freute, dass diese auch persönlich bei der Bürgerversammlung vertreten sei und sich für das Dorf einsetze. Mit vollem Elan gehe es jetzt daran, das Optimale aus allen Ideen herauszuholen und die „Dorfgemeinschaft zu stärken“.

Auch Drossard und Roelen zeigten sich begeistert vom Engagement im Westen Eschweilers. Drossard erkannte, dass „sich etwas bewegt“, und nicht nur ihr mache es „unglaublich viel Spaß“ an der Vertiefung zu arbeiten – auch über den Termin hinaus. Roelen freute sich vor allem über das individuelle Einbringen der Bürger und Vereine und riet zum Abschluss: „Seien sie mutig und seien sie selbstbewusst!“

Dann könne nicht nur die Preisverleihung am 7. Oktober im Haus der Städteregion ein Erfolg werden, sondern das gemeinschaftliche Engagement Röhe zu einem echten „Dorf mit Zukunft machen“.

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